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Lidy Blijdorp & Tobias Borsboom – Franck, Boulanger, Debussy & Vermeulen (Channel Classics)

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Lidy Blijdorp & Tobias Borsboom – Franck, Boulanger, Debussy & Vermeulen (Channel Classics)
© Felix Quaedvlieg

Am 13. Februar 2026 erscheint bei Channel Classics eine neue CD der Cellistin Lidy Blijdorp und des Pianisten Tobias Borsboom mit vier Sonaten aus der Zeit 1886–1918. Das Programm vereinigt Werke von César Franck, Nadia Boulanger, Claude Debussy und Matthijs Vermeulen und bildet eine kohärente Auswahl im französisch orientierten spätromantischen und früh-modernistischen Repertoire.

Die CD enthält:

  • César Franck – Sonate für Violine und Klavier (1886), in Bearbeitung für Cello und Klavier von Jules Delsart
  • Nadia Boulanger – Trois Pièces (1914)
  • Claude Debussy – Sonate pour violoncelle et piano (1915)
  • Matthijs Vermeulen – Sonate pour violoncelle et piano (1918)

Die Kombination dieser Werke zeigt eine klare stilistische Entwicklung: von Francks zyklischer Spätromantik über die nüchterne und introspektive Sprache von Nadia Boulanger und die transparente Klangwelt von Debussy zum ausgeprägten persönlichen und spirituell geladenen Stil von Vermeulen.

César Franck

Die Sonate von Franck gehört zum Kern des Kammermusik-Repertoires und ist in der Bearbeitung von Jules Delsart zu einem Standardwerk für Cello und Klavier geworden. Die warme, vokale Qualität des Cellos unterstreicht die langen melodischen Linien und den zyklischen Charakter des Werkes. Im Kontext dieser CD fungiert Francks Sonate als der spätromantischer Ausgangspunkt des Programms.

Nadia Boulanger

Die Trois Pièces von Nadia Boulanger bilden ein weniger bekanntes, aber inhaltlich bedeutsames Zentrum der CD. Diese kurzen Werke zeichnen sich durch ihre Schlichtheit und ihre Konzentration auf Klangfarbe, Harmonie und kurze Motive aus. Sie schließen sich einem introspektiveren und kontemplativen Zugang zur Musik an, der im französischen Repertoire des frühen zwanzigsten Jahrhunderts zunehmend präsent wurde.

Claude Debussy

Debussys Sonate pour violoncelle et piano gehört zu seinen späten Werken und zeigt einen kompakten, hellen Stil. Traditionelle Formprinzipien werden hier lockerer gehandhabt und weichen transparenten Texturen und großer Aufmerksamkeit für Timbre und Artikulation Platz. Diese Sonate bildet innerhalb des Aufbaus der CD einen wichtigen Übergangspunkt zu einer moderneren Klangsprache.

Matthijs Vermeulen

Die Sonate pour violoncelle et piano von Matthijs Vermeulen beschließt das Programm. Dieses Werk wurde kurz nachdem Vermeulen Debussys Cellosonate kennengelernt hatte, geschrieben, die eine klare Inspirationsquelle bildete. Die Sonate ist ausdrucksvoll und persönlich geprägt und nimmt in der niederländischen Musikgeschichte einen besonderen Platz ein.

Die Aufnahme von Vermeulens Sonate entstand auf Anfrage der Matthijs Vermeulen Stiftung, die das Duo Blijdorp–Borsboom gebeten hat, dieses Werk festzuhalten. Damit erhält diese CD nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine dokumentarische Funktion.

Duo Blijdorp – Borsboom

Lidy Blijdorp und Tobias Borsboom arbeiten seit mehreren Jahren an Kammermusik-Programmen mit einer klaren inhaltlichen Kohärenz zusammen. Ihre Repertoirewahl konzentriert sich oft auf französisch orientierte Musik und Werke, in denen Klangfarbe, Struktur und Bedeutung zentral stehen. Diese CD passt in diese Linie und bildet eine logische Fortsetzung früherer gemeinsamer Projekte.

Die Veröffentlichung bei Channel Classics ist daher sowohl ein Dokument von vier bedeutenden Sonaten als auch ein thematisch zusammenhängendes Programm, in dem über dreißig Jahre musikalische Entwicklung überbrückt werden.

Tags cd
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