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Night Birds: s'Embra auf nächtlicher musikalischer Entdeckungsreise

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Night Birds: s'Embra auf nächtlicher musikalischer Entdeckungsreise
© Antarctica Records: AR 060

Das s'Embra ensemble, bestehend aus Bram Van Weverberg (Akkordeon) und Emmanuel Tondues (Cello), präsentiert sein Debütalbum „Night Birds" auf Antarctica Records. Das Album verbindet die Werke des belgischen Komponisten Hans Vercauteren mit denen von Maurice Ravel.

Die Kombination aus Akkordeon und Cello schafft eine warme und zarte Klangpalette, die den Hörer auf eine Reise durch die Nacht mitnimmt. Das Album eröffnet und schließt mit Ravels hebräischen Liedern, die ursprünglich für Stimme und Klavier komponiert wurden. Die Einleitung „L'énigme éternelle" setzt den Ton mit einem geheimnisvollen und statischen Charakter, in dem Akkordeon und Cello ein faszinierendes Zusammenspiel bilden.

[caption id="attachment_39462" align="alignleft" width="300"]Night Birds: s'Embra Night Birds: s'Embra[/caption]

Das Herzstück des Albums besteht aus vier Charakterstücken von Vercauteren, inspiriert von Nachtvogelarten. In „Black-crowned night heron" (de Kwak) werden bedrohliche und mysteriöse Klänge mit scharfen Artikulationen und energischen Passagen abgewechselt. „Killdeer" (Amerikaanse Plevier) überrascht mit einem leichten und verspielten Thema, das in einen meditativen Zwischenteil übergeht. „Common Loon" (de IJsduiker) ist ein melancholisches Meisterwerk, das mit fragmentierten Melodien beginnt und in einer einzigartigen Klangverschmelzung endet. „Easter whip poor will and the fox" (de Nachtzwaluw en de Vos) schließt die Serie mit humpelnden Rhythmen und scharfen Kontrasten ab.

Das Album endet mit einer wunderschönen, mitreißenden Transkription von Ravels „Kaddisch". Das Cello singt kontinuierlich in der hohen Lage, während das Akkordeon mit seinem vollen warmen Klang unterstützt. Welch ein erhabener Moment, wenn das Akkordeon zu Arpeggien übergeht und das Cello sich vollständig zu befreien weiß.

Vercauteren versteht es, seine reiche Fantasie mit einer besonders gelungenen Balance zwischen Cello und Akkordeon zum Klingen zu bringen. Darüber hinaus bilden die Transkriptionen von Ravels hebräischen Liedern eine logische und organische Fortsetzung. Der Klang und die Interpretation des s'Embra ensembles sind ausgezeichnet. Nach dem Hören dieses Albums fragen Sie sich möglicherweise auch, warum nicht mehr für diese Kombination geschrieben wurde!

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=LpGjPHtnyIw[/embed]
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