Am Sonntagachmittag, 1. Juni wurde in der Mecheler Hanswijkbasiliek das "Abschlusskonzert des Monats Mai" mit dem Titel "Stella Maris – Ode an Maria" organisiert. Aus den Niederlanden begrüßte man für dieses Besinnungskonzert das Goylants Kamerkoor u.L.v. Bas Groenewoud und das Bläserensemble Alta Capella Vianensis.
Während der Begrüßungsrede erläuterte Kanonikus Steven Wielandts, warum "Stella Maris" noch immer brennend aktuell ist: wir leben alle auf dem Ozean, wo uns bald Stürme, bald ruhige Gewässer heimsuchen. Maria bildet dabei als "Stern des Meeres" noch immer ein Leuchtfeuer für jeden von uns. Zwischen den verschiedenen Teilen wurden Besinnungstexte von Ireen Van Praet und Fernand Verreth vorgetragen. Der fesselnde Text "Mutter eines widerspenstigen Sohnes" des Therapeuten Hendrik Van Moorte kann selbst einen Ungläubigen ansprechen.
Das Goylants Kamerkoor wurde 1967 in Hilversum gegründet, um den Gesang in der protestantischen Kirche dort zu fördern und zu unterstützen, entwickelt sich aber allmählich zu einem eigenständigen vollwertigen Kammerchor, das heute aus etwa 25 Sängern besteht.
Im Laufe der Jahrhunderte hat Maria, die Mutter Gottes, unzählige Komponisten zu wunderschönen, einprägsamen Vertonungen verschiedener Mariahymnen inspiriert. Das Goylants Kamerkoor brachte an diesem Nachmittag Lobgesänge an Maria aus allen Himmelsrichtungen unseres Kontinents in Chorwerken, die fünf Jahrhunderte umfassen. Eine Entdeckung für mich war das "Ave Maria" von T. Dubois, das mit einem schönen Sopransolo und Orgelbegleitung durch Richard Vos nach mehr von diesem Komponisten schmeckt. Auch "Lūgšana" von R. Dubra, ein Gebet nach Psalm 25, ist ein Stück, das ich noch einmal hören werde. Natürlich erklangen auch bekannte und beliebte Werke wie das "Ave Maris Stella" von E. Grieg, das "Ave Maria" von A. Bruckner und das "Salve Regina" von F. Poulenc. Besonders bemerkenswert war die Aufführung von "A Hymn to the Virgin" von B. Britten.
Der Kammerchor zeigte, dass er nicht nur in Polyphonie bewandert ist, sondern auch seinen Weg in der Romantik und in modernen Werken kennt.
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© Fernand Verreth[/caption]
Das Bläserensemble Alta Capella Vianensis ist ein junges Ensemble, das 2020 in Vianen gegründet wurde. Eine 'alta' geht auf Bläserorchester zurück, die vom dreizehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert überall in Städten auf dem europäischen Festland verbreitet waren. Der Kern besteht aus einem Zink-Spieler und drei Posaunisten. Die Musiker spielen auf (Kopien) historischer Instrumente. Das Ensemble führte jeden der drei Konzertteile ein, wobei neben Werken von F. Cavalli und J.S. Bach besonders die Bearbeitung für Bläser von "Ave Verum Corpus" von W. Byrd zu Herzen ging.
Bläserensemble und Kammerchor brachten auch zusammen zwei mehrstimmige Werke. Unter der Kuppel der Basilika kamen beide schön zur Geltung. Das "Beata es Virgo Maria" von G.P. da Palestrina erhielt die Großartigkeit, die es verdiente. Ein festlicher Orgelpunkt eines inspirierenden Nachmittags war das Motett "Jubilate Deo" von P. Philips.
Jeder Besucher des Konzerts kann auf einen erbaulichen Nachmittag zurückblicken, in dem sowohl Wort als auch Musik zum Nachdenken stimmte.