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STROOM 2025 Nationaal Park Scheldevallei stroomt boordevol klanken

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STROOM 2025 Nationaal Park Scheldevallei stroomt boordevol klanken

Vom 18. Juni bis zum 6. Juli erfüllt STROOM das Scheldevallei zum vierten Mal mit Musik und Fantasie. Das Standortfestival ist eine Zusammenarbeit von Festival van Vlaanderen Gent und Nationaal Park Scheldevallei und weckt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, indem es Kultur mit Natur verbindet. STROOM macht die Stimme des Künstlers in der gesellschaftlichen Debatte durch Konzerte, poetische Installationen und Gespräche an idyllischen und grünen Orten zwischen Gent und Antwerpen hörbar. Das Festival ist in seiner Ausführung und seinem Inhalt ökologisch, wobei Nachhaltigkeit, Wasser und Klima sowohl in der Praxis als auch in den künstlerischen Erzählungen im Mittelpunkt stehen. Eine Windsymphonie oder Musik mit Scheldewater gehören zu den eindrucksvollsten Projekten dieser Ausgabe. Erwarten Sie klangvolle Namen wie Tan Dun, Pieter Embrechts, Maud Van Hauwaert, Lisette Ma Neza und Elise Caluwaerts, Philippe Thuriot und Casco Phil. Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr auch einen Festivaldenker: Maarten Inghels schrieb ein Gedicht, das sich wie ein blaugrüner Faden durch das Festival zieht. Die Kodirektoren Sophie Detremmerie und Jan Van den Bossche stellen zusammen mit Tom Wezenbeek, Koordinator des Nationaal Park Scheldevallei, ein provokatives Programm zusammen.

Der festliche Auftakt von STROOM 2025 wird am 18. Juni singend gegeben mit Riversong, 1000 stemmen en 1 nacht. Am Donkmeer in Berlare bringt der renommierte Chor Octopus Werke von unter anderem Fauré und Rachmaninov auf die Bühne, während die warme Stimme von Pieter Embrechts das Publikum zum Mitsingen einlädt. Bei Sonnenuntergang schwillt der Chor an wie ein wachsender Fluss. „Wir sind ein nomadisches Festival", sagt die Geschäftsführerin und Gründerin von STROOM Sophie Detremmerie, „aber eine Linie verbindet alles: der Fluss." Selbstverständlich steht Wasser auch im Mittelpunkt bei dem chinesisch-amerikanischen Komponisten und UNESCO Global Goodwill Ambassador Tan Dun. Am 26. Juni dirigiert er das Symfonieorkest Vlaanderen in der imposanten Turbinenhalle des ehemaligen Elektrizitätswerks Interescaut in Schelle. Sein Programm lässt das Wasser buchstäblich sprechen. Perkussionistin Lin Zhe bespielt für sein Water Concerto zwei Wasserbecken, die für den Anlass mit Scheldewater gefüllt werden. Auch das Publikum kann an diesem Abend ein Glas gereinigtes Flusswasser genießen, verarbeitet zu dem Erfrischungsgetränk Riolimo. Neben Wasser ist auch Wind Teil des Festivalprogramms. Am 2. Juli spielen Casco Phil zusammen mit Elise Caluwaerts im Hafen von Antwerpen The Sound of Green Power, eine „Windsymphonie" basierend auf Daten aus den Windmühlen von Vleemo. Komponist Peter Knockaert schrieb eine Partitur auf Basis echter Windgeschwindigkeiten, übersetzt über Algorithmen, die an der Universiteit Antwerpen entwickelt wurden. Die Stimme von Frank Deboosere leitet dieses faszinierende Zusammenspiel von Musik, Technologie und Klimadaten anschaulich ein.

Ein STROOM an Erlebnissen


STROOM tritt auch über die rein musikalischen Grenzen hinaus. Schriftsteller und Dichter Maarten Inghels schrieb ein Festivalgedicht und erdachte eine Textinstallation, die auf den Flügeln der Mühle in Puurs-Sint-Amands zu lesen sein wird. Er leitet auch drei öffentliche Gespräche rund um die Frage: „Welche Rolle können oder sollten wir als Individuum in der Klimageschichte einnehmen?" Nicht nur während der Gesprächsabende mit Inghels selbst, sondern an allen Konzertstätten werden Besucher eingeladen, inne zu halten und über die Fragen nachzudenken, die sein Gedicht aufwirft: „Was bedeutet Verantwortung in einer sich verändernden Landschaft? Und wie kann Kunst zu Bewusstsein und Verbindung beitragen?" Das Festivalgedicht wird so zu einem poetischen Kompass, der die Besucher auf ihrer Reise durch das Scheldevallei begleitet.

Das in Berlin ansässige internationale Künstlerkollektiv Plastique Fantastique verstärkt diese Botschaft. Während des Eröffnungswochenendes präsentiert es drei Tage lang eine großformatige Installation in der Kruibeekse polder. Ein riesiger Destillierkolben filtert Scheldewater, das schließlich in den Fluss zurückfließt. Auf diese Weise visualisiert die Installation den Prozess der Verdunstung, Transformation und Rückkehr. Das Kunstwerk, versehen mit einer entsprechenden Soundscape, symbolisiert zirkuläre Ökologie und Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie. „STROOM ist kein klassisches Festival", erklärt künstlerischer Leiter Jan Van den Bossche, „es ist ein Labor der Fantasie, in dem Künstler und Denker auf ihre eigene Weise über die Zukunft unseres Planeten nachdenken. Dieses Jahr geht das Festival radikaler als je zuvor in den Dialog mit seinen Besuchern über Wissenschaft, Technologie und Ökologie."

Hier fließt Schönheit


Während STROOM gibt es auch Platz für lyrische Schönheit. In Hingene wird die kürzeste Nacht des Jahres mit dem magischen Marimba bei Mondlicht erwartet. Am Waldrand von Kasteel d'Ursel können Besucher auf einem Feldbett unter dem Sternenhimmel bei minimalistischer Musik von Philip Glass, Arvo Pärt und Steve Reich wegträumen, in einer Bearbeitung für Marimbas. Auf der Dendermondse Galeideweide spielt das britische Orchestra for the Earth am 28. Juni unter dem Titel Das himmlische Leben die poetische Vierte Symphonie von Gustav Mahler in einer Bearbeitung für Kammerorchester. Dirigent John Warner fügt auch Werke von Schönberg und Schumann hinzu und die mexikanische Mezzosopranistin Gloria Mohica trägt den überirdischen Schlussgesang vor. Dazu noch etwas sommerliche Abendsonne und das paradiesische Erlebnis ist perfekt.

Das STROOMboot fährt erneut durch den Nationalen Park Scheldevallei. Neunmal legt das Schiff an einem anderen Ort entlang der Schelde, Dender und Rupel an für ein kostenloses Uferkozert. Der Zeitpunkt wird durch die Gezeiten bestimmt. Das STROOMboot bildet auch in dieser Ausgabe eine schwimmende Bühne für die Künstler, während das Publikum vom Ufer aus das Konzert genießen kann. Auch an junge Besucher wird gedacht: während des Schaumkopf-Workshops machen Kinder Musik mit Wasser, Rhythmus und Fantasie. Die Uferkonzerte sind ebenfalls für Jung und Alt geeignet.

Am 6. Juli schließt Sunday Sessions das Festival im idyllischen Dreieck Sint-Amands, Mariekerke, Moerzeke ab. Hier finden drei Konzerte an drei Ufern statt, verbunden durch eine Fähre. Um diesen Tag der Entschleunigung und Besinnung zu vervollständigen, stehen Picknickkörbe bereit, die das Publikum nach Belieben abholen kann. In Sint-Amands spielt das Brussels Jazz Orchestra mit Akkordeonist Philippe Thuriot das kontemplative Programm Looking Within mit neuen Kompositionen von Bert Joris. In Mariekerke bringt die gefeierte Klarinettistin Annelien Van Wauwe ein meditatives Solo mit Ausschnitten aus der ihr gewidmeten Sutra von weiland Wim Henderickx. In Moerzeke bringen Dichter Maud Vanhauwaert und Lisette Ma Neza Klimapoesie, begleitet von den magischen Klängen der Ney, einer uralten Vorläuferin der Flöte, und dem bekannteren Dudelsack.

Echte Nachhaltigkeit


Die Festivalorganisation erhielt 2024 als erstes Musikfestival die VOKA Charter Duurzaam Ondernemen (VCOD) und wurde zur Botschafterin für Nachhaltigkeit für den gesamten flämischen Festivalsektore ernannt, zusammen mit VITO. Detremmerie betont, dass STROOM Nachhaltigkeit nicht nur im Thema vermittelt, sondern auch in seiner Arbeitsweise: "Wir messen den CO₂-Fußabdruck unserer Organisation und aller unserer Lieferanten, hinterlassen Orte besser als wir sie vorgefunden haben, und wir kaufen lokal: achtzig Prozent unserer Lieferanten kommen aus dem Scheldevallei." STROOM arbeitet auch mit DeWaterbus zusammen, um das Publikum auf umweltfreundliche Weise zu Konzerten zu bringen. "Als nomadisches Festival haben wir natürlich eine Menge technisches Material, das auf- und abgebaut und transportiert werden muss. Aber auch dafür haben wir eine Lösung gefunden; einen einzigen elektrischen Lastwagen als fahrendes Lagerhaus für unseren ganzen Besitz." An allen Standorten wird die Biodiversität geschützt oder sogar erhöht. Das Publikum kann darüber hinaus eine Spende leisten, deren Erlös in konkrete Naturinvestitionen wie ein Fledermaushotel oder die Anlage eines fischfreien Teiches für den Kammmolch fließt.

Zusammen mit den Künstlern, Partnern und dem Publikum feiert STROOM die Schönheit des Planeten und das Engagement, ihn zu bewahren.

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