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Jonny Greenwood, Nicholas Britell und Billie Eilish gehören zu den Gewinnern bei der 22. World Soundtrack Awards

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Jonny Greenwood, Nicholas Britell und Billie Eilish gehören zu den Gewinnern bei der 22. World Soundtrack Awards

Jonny Greenwood hat den Film Composer of the Year Award während der 22. World Soundtrack Awards Gala & Concert am Samstag, 22. Oktober im Musikzentrum De Bijloke in Gent gewonnen. Nicholas Britell erhielt den Television Composer of the Year Award. „No Time to Die" aus No Time to Die erhielt den Best Original Song Award, während die Komponistin von Drive My Car, Eiko Ishibashi, den Discovery of the Year Award holte. Joseph Metcalfe, John Coda und Grant Kirkhope wurden mit dem Public Choice Award geehrt und The Penelopes komponierten die Best Original Score for a Belgian Production. Bruno Coulais erhielt den Lifetime Achievement Award.

Die 49. Ausgabe von Film Fest Gent wurde traditionell mit den World Soundtrack Awards abgeschlossen, einem der wichtigsten internationalen Preise für Filmmusik. Nach mehreren Nominierungen für seine neuesten Scores – darunter einen Oscar, einen BAFTA und einen Golden Globe – kann Komponist Jonny Greenwood endlich einen Award mit nach Hause nehmen. Die World Soundtrack Academy kürte ihn zum Film Composer of the Year für seine Scores für Power of the Dog und Spencer. Es ist das erste Mal, dass Jonny Greenwood einen World Soundtrack Award gewinnt, aber er war zuvor 2008 für There Will Be Blood nominiert, 2013 für The Master und 2018 als Film Composer of the Year für Phantom Thread. Sein Stück „Magic Works" aus Harry Potter and the Goblet of Fire war 2006 nominiert.

Nicholas Britell und seine wunderbare (Intro-)Musik für Succession sind fast unschlagbar geworden. Britell nutzte seine Nominierung und wurde Television Composer of the Year 2022, womit er seinen fünften World Soundtrack Award entgegennahm. 2020 gewann er ebenfalls Television Composer of the Year für seine Musik zu Succession. Zwischen den Auszeichnungen für seine Fernsehmusik gewann er auch Best Original Song für „Call Me Cruella" aus Disneys Cruella. Er hat auch Film Composer of the Year 2019 und Discovery of the Year 2017 bei den World Soundtrack Awards gewonnen.

Dieses Jahr konkurrieren sechs Songs um die höchste Auszeichnung in der Kategorie Best Original Song, wobei „Strange Game" aus der Serie Slow Horses – geschrieben von Daniel Pemberton und Mick Jagger – das erste Stück aus einer Fernsehserie ist, das für Best Original Song nominiert wurde. Die Academy wählte jedoch „No Time to Die" aus dem James Bond-Film No Time to Die als Best Original Song. Die Songschreiber Billie Eilish und Finneas O'Connell konnten nicht anwesend sein, bedankten sich jedoch in einer Videobotschaft bei der World Soundtrack Academy.

Eiko Ishibashi überzeugte die Academy mit ihrer bezaubernden, jazzigen Musik für die Oscar-gekrönte Murakami-Verfilmung Drive My Car und darf sich nun Discovery of the Year 2022 nennen. Ihre Musik wird nächstes Jahr bei den World Soundtrack Awards aufgeführt. Drive My Car war eine von Ishibashis ersten Erfahrungen beim Komponieren für Film, und die Academy hofft aufrichtig auf viele weitere Scores.

Der Public Choice Award ging an die Musik für The King's Daughter, komponiert von Joseph Metcalfe, John Coda und Grant Kirkhope. Der Score wurde vom Publikum gut aufgenommen und erhielt die meisten Stimmen von Filmfans. Komponist Giacomo Rita erhielt den Sabam Award for Best Original Composition by a Young Composer. Er überzeugte die Jury mit dem Score, den er für eine Szene aus Nosferatu, dem Film von 1922 von F.W. Murnau, schrieb. Die Pariser Indie-Pop-Band The Penelopes komponierte die Best Original Score for a Belgian Production mit ihrer Musik für den charmanten Familienfilm SpaceBoy von Olivier Pairoux.

© Jeroen Willems

Während der World Soundtrack Awards Ceremony & Concert stand das Gesamtwerk des französischen Komponisten Bruno Coulais im Mittelpunkt. Coulais' Filmmusik reicht von Scores für französische Blockbuster wie Les rivières pourpres über epische Dokumentarfilme wie Le peuple migrateur bis hin zu folkloristischen Animationsfilmen wie Wolfwalkers. Brussels Philharmonic unter der Leitung von Maestro Dirk Brossé brachte eine Auswahl seiner Musik für Filme wie Océans, Microcosmos und Coraline. Seine ausgeprägten lyrischen und fantasievollen Scores offenbaren oft seine Vorliebe für Oper und die menschliche Stimme. Während der World Soundtrack Awards brachten das vollständig männliche Chor A Filetta und (Mezzosopran) Mélissa Zerbib zusammen mit Brussels Philharmonic Coulais' Musik zum Leben. Während der Zeremonie erhielt Bruno Coulais den Lifetime Achievement Award.

Der WSA Industry Award geht dieses Jahr an die Alliance for Women Film Composers. Die AWFC ist eine Gemeinschaft von Komponisten, die danach strebt, die Arbeit weiblicher Komponisten zu unterstützen. Catherine Joy, Vorsitzende der Alliance for Women Film Composers, nahm den Preis am Freitag, 21. Oktober, persönlich in Empfang. Der WSA Industry Award wird an eine Person oder Organisation verliehen, die einen bemerkenswerten und bedeutenden Beitrag zur Filmmusikindustrie leistet.

Während der Preisverleihung spielte Brussels Philharmonic Musik von drei besonderen Gästen. Von Lifetime Achievement Award-Gewinner Bruno Coulais brachte das Orchester eine Auswahl aus seiner Musik für Filme wie Océans, Microcosmos und Coraline. Das Publikum genoss einige wunderbare Stücke aus dem Repertoire des Komponisten und Jazzkünstlers Mark Isham, der auch selbst die Bühne betrat und Trompete während der Musik aus The Black Dahlia, The Moderns und Judas and the Black Messiah spielte. Brussels Philharmonic spielte auch die Musik der Gewinnerin der Discovery of the Year des letzten Jahres, Nainita Desai, die dieses Jahr für den Public Choice Award nominiert war. Das Publikum hörte einige Musikstücke aus unter anderem der preisgekrönten Dokumentation For Sama.

Übersicht der Preisträger



  • Film Composer of the Year
    Jonny Greenwood für Spencer und Power of the Dog


  • Television Composer of the Year
    Nicholas Britell für Succession (S3)


  • Best Original Song
    "No Time to Die" aus No Time to Die geschrieben von Billie Eilish und Finneas O'Connell, aufgeführt von Billie Eilish


  • Discovery of the Year
    Eiko Ishibashi für Drive My Car


  • Public Choice Award
    Joseph Metcalfe, John Coda und Grant Kirkhope für The King's Daughter


  • Sabam Award for Best Original Composition by a Young Composer
    Giacomo Rita


  • Best Original Score for a Belgian Production
    The Penelopes für SpaceBoy


  • Lifetime Achievement Award
    Bruno Coulais


  • WSA Industry Award
    The Alliance for Women Film Composers
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