Die acht historischen Kirchen in Mechelen verfügen über teilweise sehr wertvolle Orgeln, aber sie befinden sich oft in schlechtem Zustand. Eine große Restaurierungskampagne soll Mechelen als Orgelstadt auf die Landkarte setzen.
Die zweite Orgel, die zur Debatte steht, ist die der Sint-Pieter- en Paulkerk auf dem Veemarkt. Es ist eine Orgel aus 1713, aber aufgrund von Vernachlässigung nicht mehr spielbar. Die Stadt investiert rund 90.000 Euro, um die Orgel in ihren ursprünglichen Wert zurückzuführen, damit sie auch für Konzerte genutzt werden kann. Die flämische Regierung unterstützt die Restaurierung mit einer finanziellen Unterstützung von 30.000 Euro. Die barocke Kirche hat als Nebenfunktion die eines Konzertsaals und die Orgel kann dort perfekt eingesetzt werden. Die Restaurierung wird durchgeführt von Orgelbauer Pieter Vanhaecke (Erps-Kwerps).
Derzeit sind nur drei Orgeln in der Innenstadt spielbar, nämlich die der Sint-Romboutskathedraal (2019 von Rens Swart Orgelbouw restauriert), die Orgel der Onze-Lieve-Vrouw van Hanswijkbasiliek und die der Onze-Lieve-Vrouw van Leliëndael in der Bruul. Die erste Orgel, die sich in Restaurierung befindet und bald fertiggestellt wird, ist die der Onze Lieve Vrouw over de Dijlekerk. Anfang Mai zieht die wertvolle Van Peteghemorgel aus der entwiedeten Kapelle von Battel in die Begijnhofkerk um.
Man wartet inzwischen auf die Genehmigung des Restaurierungsdossiers der Orgel der Sint-Katelijnekerk - einst eine sehr beliebte Orgel (Van Peteghem aus 1774) mit besonders schönem Klang. Dieses Dossier wurde bereits 2014 für einen Betrag von 774.000 Euro eingereicht. Das wird also mehr... Ein Dossier für die Restaurierung der Orgel der reichen Sint-Janskerk wird derzeit erstellt.
Wenn die acht Kirchen, die alle außer der Sint-Romboutskathedraal innen restauriert wurden, ihre Orgeln wieder zum Klingen bringen können wie ehemals, wird Mechelen sofort zur Orgelstadt Flanderns.
- WAS: Restaurierungen von Orgeln in historischen Kirchen in Mechelen
- FOTOS: © Kerkfotografie, © Stad Mechelen, © Rens Swart, © Wikipedia