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Arpeggione Sonata, D.821 & Lieder Ohne Worte

Gioia Giusti, Tommaso Valenti

Label
Da Vinci Classics
Katalognummer
33
Die Melodien von Franz Schubert vermögen es, zahlreiche differenzierte und sehr tiefe Gefühle in einem einzelnen Entwurf zu konzentrieren. Die Regelmäßigkeit der Phrasierung, die Neigung, sich um einen Ton und einen Halbton zu bewegen, die Beugung der Melodie innerhalb einer genau definierten Textur scheinen auf einen vokalen Abdruck hinzuweisen. Dies findet sich auch in vielen Themen von Sonaten und Quartetten, von Trios und Sinfonien wieder. Dies gilt nicht nur für die Verwendung spezifischer Anspielungen, wie im Forellenquintett D 667, in der Wandererfantasie D 760, in den Variationen D 802 auf Trockne Blumen oder im Quartett D 810, Der Tod und das Mädchen. Neben dem unbestreitbaren zentralen Platz der Vokalmusik in Schuberts Oeuvre (mehr als 600 Lieder geschrieben zwischen 1811 und 1828) absorbiert die Instrumentalmusik ihrerseits die Inspiration der Vokalmusik, wodurch eine Osmose zwischen diesen beiden Genres entsteht, die von Mahler aufgegriffen werden wird. Neben all den präzisen programmatischen Absichten finden sich auch in den Instrumentalwerken einige Figurationen, die Schubert in seinen Liedern mit den immer wiederkehrenden Symbolen seiner poetischen Welt assoziiert. Dazu gehören beispielsweise Wasser als die hervorbringende Kraft des Lebens, aber auch als Veränderlichkeit und Zerstörung; der Frühling als eine tröstliche Fata Morgana im Winter des Lebens; der Marsch, verbunden mit der bedeutungslosen Route der Existenz; der Tanz als Bild der Verführung und Ausgelassenheit. Es ist interessant, ihre Beständigkeit auch in den hier präsentierten Aufführungen zu beobachten, von zwölf Liedern, die als Lieder ohne Worte gespielt werden, wobei die Melodien der Stimme auf die Bratsche übertragen wurden.

Auch bei Da Vinci Classics

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