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Berlioz, Symphonie fantastique & Boulanger, D'un soir triste

Nicolò Foron

Label
CAvi
Katalognummer
AVI 4867817
EAN / Barcode
0028948678174
Erscheinungsdatum
14 August 2025
BERLIOZ & BOULANGER Als Deutschlandfunk und das Musikfest Bremen mich zunächst fragten, eine CD mit dem Deutsches Symphonie-Orchester Berlin zu produzieren, stand ich vor der einzigartigen Herausforderung, ein Programm zu wählen, das stark mit mir resonierte und eine bedeutsame historische Verbindung hatte. Obwohl ich halb Deutscher und halb Italiener bin, wurde ich schnell zu den persönlichen Verbindungen hingezogen, die ich zur französischen Musik habe. Ich wollte Werke junger Komponisten präsentieren, die die Musikgeschichte stark beeinflusst haben, sowie Stücke, die dem Publikum eine reiche, vielfältige Klanglandschaft bieten. Daher wählte ich zwei französische Komponisten, die mir aus verschiedenen Gründen persönlich bedeutsam sind. Lili Boulanger's „D'un soir triste" war eine ihrer letzten Kompositionen, geschrieben kurz vor ihrem Tod mit vierundzwanzig Jahren. Nachdem sie ihr ganzes Leben lang mit einer chronischen Krankheit gekämpft hatte, starb sie am 15. März 1918 an Komplikationen der Tuberkulose – gerade zehn Tage vor Claude Debussy, der einer ihrer stärksten Unterstützer gewesen war. 1913, im Alter von nur neunzehn Jahren, wurde sie die erste Frau, die den Prix de Rome gewann, Frankreichs renommiertesten Kompositionspreis, der in jenem Jahr ihrer Kantate Faust et Hélène verliehen wurde. Boulanger hatte sich zunächst 1912 zum Wettbewerb angemeldet, musste sich aber aufgrund von Krankheit zurückziehen. Nach der Wahl des Stücks von Boulanger wollte ich es mit einem anderen französischen Komponisten koppeln, der eine bedeutsame Veränderung in meiner Entwicklung als Musiker markierte. Als ich zunächst an Berlioz' Symphonie fantastique arbeitete, fand ich ihre Klangpalette üppig und übertrieben. Mit der Zeit schätzte ich jedoch ihre emotionale Tiefe und schnelle Stimmungswechsel. Als ich die Symphonie fantastique in den Finalen des London Symphony Donatella Flick Conducting Competition 2023 leitete – eine Aufführung, die dazu führte, dass ich den ersten Preis gewann – spürte ich, dass das Stück endlich „mein eigenes" geworden war. Es ist auch passend, dass ich bei der Aufnahme dieser CD mit dem Deutsches Symphonie-Orchester Berlin das gleiche Alter wie Berlioz hatte, als er das Werk schrieb: sechsundzwanzig (= das derzeitige Alter des Dirigenten Nicolò Foron!)

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