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Chamber Music in the Abbey of St. Florian

Ars Antiqua Austria

Label
Challenge Classics
Katalognummer
CC 72876
EAN / Barcode
0608917287622
Erscheinungsdatum
6 Januar 2022
Gunar Letzbor: Franz Josef Aumann wurde 1728 in der österreichischen Stadt Traismauer geboren und studierte Musik in Wien, wo er auf viele bedeutende Musiker seiner Zeit traf. Es ist bislang nicht geklärt, warum er sich 1753 nach Sankt Florian begab. Er muss ungewöhnlich talentiert gewesen sein, denn zwei Jahre später wurde er Regens Chori, ein Jahr vor seiner Ordination zum Priestertum. Von da an blieb er bis zu seinem Tod 1797 im Dienste des Klosters. Er komponierte „Unterhaltungs"-Musik von höchster Qualität – Stücke, die zur Unterhaltung eingeladener Gäste, zu besonderen Anlässen oder einfach zwischen den verschiedenen Gängen üppiger Bankette gespielt wurden. In den Archiven des Klosters Sankt Florian sind nicht viele Kammerwerke erhalten geblieben – nur eine Handvoll, aber diese sind von hervorragender Qualität. Die Quintette sind bemerkenswert. Hier entwickelt der Meister einen besonderen Stil der Kammermusik: zwei Violinen werden zwei Bratschen gegenübergestellt. Beide Instrumentengruppen haben den gleichen Status und gehen einen lebhaften Diskurs ein. Aumann beherrschte alle Kompositionstechniken seiner Zeit. Wir können jedoch eine besondere Vorliebe für Melodielinien beobachten, die an die in der Region gepflegte Volksmusik erinnern. Als Kontrast haben wir die Cassatio in D hinzugefügt, wo der strahlende Klang eines Flautello der Musik eine besondere Aura verleiht. Die abschließende Parthia in C, in der Trompeten die Göttlichkeit oder eine hohe soziale Stellung symbolisieren. Aumann muss äußerst innovativ gewesen sein und kümmerte sich nicht besonders um irgendwelche Regeln in seiner Umgebung.

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