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Die Vier Tageszeiten

Ulrike Hofbauer, Monika Mauch, Georg Poplutz

Label
Christophorus
Katalognummer
05472 77422 2
Erscheinungsdatum
30 Juli 1991
Format
Digital
Bereicherung Obwohl Johann Friedrich Fasch anfangs zögerte, die Stelle des Hofkapellmeisters am Hof von Anhalt in Zerbst anzunehmen, fielen die musikalischen Glanzzeiten des Hofes mit seiner Amtszeit zusammen, die 1722 begann und mit seinem Tod endete. Prinz Johann August von Anhalt-Zerbst sorgte bald für die notwendigen Voraussetzungen, indem er seine Hofkapelle mit ausgezeichneten Musikern erweiterte. Andererseits war Faschs Zögern nicht unbegründet, denn die Arbeitsbelastung war erheblich: alle Instrumentalmusik, drei Kantaten pro Woche – für die Vesper am Samstag und für die Gottesdienste am Sonntagvormittag und -nachmittag. Es gibt Belege für acht Jahre von Kantaten von Fasch, von denen nur wenige Teile erhalten sind, ebenso wie Messen und Passionen. Es gab auch Werke für besondere Anlässe wie Hochzeiten und Geburtstage in der herrschenden Familie und für Verwaltungsaufgaben. Zum Geburtstag des Prinzen am 9. Juni 1723 komponierte er die charmante Serenata Freudenbezeugung der vier Tageszeiten für vier Solisten und ein äußerst farbenreiches und üppiges Orchester. Mit Aurora (der Morgen), Phoebus (der Mittag), Hesperus (der Abend) und Cynthia (die Nacht) scheinen die Gottheiten der vier Tageszeiten dem Herrscher Ehre zu erweisen. Das Programm dieser Aufnahme mit L'Arpa Festante wird durch eine ebenso farbenreiche vierteilige Fantasia ergänzt, die in Dresden erhalten ist und ungewöhnlicherweise drei verschiedene Solistenbesetzungen verlangt: zunächst 2 Oboen, dann 2 Querflöten; die letzten beiden Teile scheinen eine erste Fassung von Faschs Concerto für Chalumeau (ein Verwandter der Klarinette) zu sein. Alle Werke auf dieser Aufnahme sind Weltpremieren-Aufnahmen und somit eine wichtige Bereicherung der ständig wachsenden Fasch-Diskografie.

Auch bei Christophorus

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