Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr.8
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bernard Haitink
- Label
- BRKlassik
- Format
- Digital
Für Schostakowitschs Zeitgenossen, die im Geist des Sozialistischen Realismus aufgezogen waren, war es offensichtlich, dass die Achte Sinfonie ein Programm haben musste und, noch spezifischer, einen aktuellen Bezug zur Gegenwart. Und es konnte kaum etwas Relevanteres geben als den entscheidenden Wendepunkt in der Schlacht um Stalingrad. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Sinfonie, komponiert in weniger als neun Wochen zwischen dem 2. Juli und dem 9. September 1943, auch als „Stalingrad" bezeichnet wurde. Unter dem Druck der Umstände hatte Schostakowitsch eine Ästhetik des doppelten Bodens, der geheimen verborgenen Bedeutung und der grausamen Ironie entwickelt, für die es in der Kulturgeschichte kaum Entsprechungen gibt. Dieses Werk drückt auch den Zwang aus, unter dem eine solch „systemkonforme" musikalische Sprache geschaffen wurde.
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