Dvořák, Poetic Tone Pictures
Elena Bashkirova
- Label
- CAvi
- Katalognummer
- AVI 8553113
- EAN / Barcode
- 4260085531134
- Erscheinungsdatum
- 5 November 2020
Poetische Tonbilder
„Diesmal bin ich nicht nur ein absoluter Musiker, sondern auch ein Dichter", schrieb Dvořák über die Poetischen Tonbilder, Op. 85, seinen ausgedehntesten Zyklus von lyrischen Charakterstücken für Klavier. Vollendet im April/Mai 1889 auf seinem Landsitz in Vysoka, führten die Poetischen Tonbilder eine neue Tendenz in Dvořáks Schaffen ein: von da an begann er, seinen musikalischen Stil zu „poetisieren". Wie er an seinen Verleger Fritz Simrock schrieb: „Jedes Stück wird seinen eigenen Titel haben und soll etwas ausdrücken: also gleichsam ist dies Programmmusik!" Diese neue Tendenz gipfelte 1896–1898 in fünf symphonischen Dichtungen Der Wassermann Op. 107, Die Mittagshexe Op. 108, Das goldene Spinnrad Op. 109, Die Waldtaube Op. 110 und Ein Heldengesang Op. 111. Der große tschechische Komponist ist für seine Klavierwerke kaum bekannt, in denen er unweigerlich etwas im Schatten großer Romantiker wie Schumann oder Brahms zu stehen scheint. Dennoch offenbaren die 13 Charakterstücke, die die Poetischen Tonbilder bilden, eine unglaublich reiche, wunderbar vielfältige Welt innerer Bilder. Gleichzeitig bieten sie eine Fülle von stilistischen und pianistischen Überraschungen, indem sie Folklore-Elemente mit subtilen Klangeffekten verbinden. Um so erstaunlicher ist es daher, dass sie in Konzerten selten aufgeführt wurden. Elena Bashkirova suchte nach einem neuen Werk zum Spielen: Sie entdeckte den vernachlässigten Zyklus in ihrem Notenschrank wieder und war sofort begeistert von Dvořáks reichem und vielfältigem Klangpalette: „Ich blätterte die Seiten durch, spielte ein paar Akkorde – und die Musik packte mich sofort. Sie ist so poetisch, so evokativ. Ich fing sofort an, Geschichten und Bilder vor meinem inneren Auge zu sehen. Als Pianistin kann man diese Geschichten sehr gut erzählen. Sie öffnen uns das Herz." Elena Bashkirova findet, dass die Poetischen Tonbilder, obwohl auf dem Land komponiert, in ihrer Stimmung alles mit Prager Art-Déco-Stil zu tun haben. Sie erinnern sie „an jene wundervollen Fenster der Fin de Siècle mit ihren schönen weiblichen Figuren". Und sie weist darauf hin, dass Dvořák bei der Komposition dieser Stücke eher an menschliche Situationen als an Landschaften dachte…". (aus den Begleittexten von Julia Spinola)
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