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FauréRequiem

Francoise Pollet, François Le Roux, Chor des Württembergischen Staatstheaters

Format
Digital
Was das Requiem von Fauré von zahlreichen anderen Vertonungen des Requiem-Textes unterscheidet, ist sein eher intimes, verhaltenes, fast kammermusikalisches Wesen, eine „Schlafmütze des Todes", wie es auch genannt wird, eine implizite Kritik an der Tatsache, dass das Werk die Angst vor dem Tod und dem Jüngsten Gericht vermeidet darzustellen. Faurés Antwort war: „Aber so denke ich über den Tod: als eine glückliche Befreiung, als das Streben nach Glück im Jenseits und nicht als einen schmerzhaften Übergang", was nicht nur die wesentlichen Merkmale seines Requiem perfekt beschreibt, sondern auch zeigt, dass es ein sehr persönlicher Ausdruck der künstlerischen Natur des Komponisten ist. Zwei Generationen später zeigte Francis Poulenc einen völlig anderen Zugang zur Religion. Wie Fauré stammte Poulenc aus dem Süden Frankreichs und wurde von seinem Vaterland in einem Sinne beeinflusst, der sich durch einen ‚ländlich' intensiven, aber freudigen Katholizismus auszeichnete. Er sah seine Gloria als eine ausgelassenere Gegenpart zu einigen seiner anderen geistlichen Werke, und in diesem Geiste beginnt der erste Teil in festlicher Stimmung mit einem auffälligen, fanfarenähnlichen Motiv im ganzen Orchester. Wenn Poulenc Gozzolis Fresken von Mönchen, die ihre Zungen herausstrecken, und Benediktiner, die Fußball spielen, als Inspirationsquelle für seine Gloria anführte, dann ist dies nirgendwo deutlicher als im zweiten Teil mit seinem rhythmisch scharfsinnigen Text Laudamus te. Sowohl im Opernhaus als auch im Konzertsaal waren Prêtres Interpretationen durch ihren vollblütigen und hochromantischen Charakter gekennzeichnet; stilistisch wichen sie oft von denen französischer Dirigenten der vorherigen Generation ab. Er war nicht nur ein effektiver Dirigent des französischen Repertoires, sondern auch der Musik Italiens und Deutschlands, was sich in der Bewunderung widerspiegelte, die er in beiden Ländern erhielt. Prêtre war ein sehr erfahrener und fähiger Aufnahmekünstler und hatte viele Jahre Erfahrung in der Studioarbeit. Seine Diskografie ist umfangreich. Seine Aufnahmen der Musik von Poulenc waren besonders wichtig.

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