Great Britain - Great Music, String Sextets
Kölner Streichsextett
- Label
- CAvi
- Katalognummer
- AVI 8553079
- EAN / Barcode
- 4260085530793
- Erscheinungsdatum
- 1 August 2019
GROSSBRITANNIEN . GROSSARTIGE MUSIK Ironischerweise war es 2017 – ein Jahr zäher Brexit-Verhandlungen –, als WDR Broadcasting uns vorschlug, eine CD mit Werken britischer Komponisten aufzunehmen. Nomen est omen: Gewisse Spaßvögel begannen, uns „das BREXTET" zu nennen. Wir stürzten uns trotzdem in das Projekt und wälzten uns durch Tonnen von Partituren, auf denen die Noten oft nur schwer zu entziffern waren. Tatsächlich kopierten wir uns selbst separate Stimmen aus bestimmten Partituren der British Library ab. Nach vielen Monaten Recherche einigten wir uns endlich auf unsere Auswahl: die herrlichen Sextette von Holst, Holbrooke und Bridge, die auf dieser CD zu hören sind. Im Laufe unserer Proben wurde bereits deutlich: Wir hatten eine glückliche Wahl getroffen. Die Werke übertrafen unsere Erwartungen. Wir sind nach wie vor begeistert von dieser Musik, und sie hat unser Publikum in ihren Bann gezogen: das Scherzo von Holst war sogar eine Uraufführung. Jetzt sind wir im Jahr 2019 angekommen, wir feiern unser 20-jähriges Bestehen als Sextett und freuen uns gleichzeitig riesig, diese CD der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Ein solches Jubiläum bietet einen passenden Anlass, einen Schritt zurückzutreten und zu überblicken, wie unser Ensemble entstanden ist und sich entwickelt hat.….(Kölner Streichsextett) Musik von britischen Komponisten wird in Deutschland sicherlich nicht sehr oft aufgeführt oder aufgenommen. Und britische Streichsextette nehmen eine noch kleinere Repertoire-Nische ein – aus zwei Gründen. Zum einen ist das Streichsextett an sich ein recht seltenes Genre. Nachdem Luigi Boccherini mit seinen sechs Vorgängern, den Sestetti op. 23 (1776), den Anfang gemacht hatte, erwarb sich das Sextett erst Mitte des 19. Jahrhunderts den Status eines anerkannten Genres, mit Werken von Luigi Arditi (1843) und Louis Spohr (1848), dann vor allem dank der zwei Sextette von Brahms (1860 und 1864). Mehrere weitere folgten in ihrem Gefolge in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg: Sextette von Dvořák (1878), Tschaikowski (1890), Schönberg (1899), Korngold (1916) und anderen. Der zweite Grund ist einfach, dass Kammermusik insgesamt keine Schlüsselrolle in der Produktion der bekanntesten britischen Komponisten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts spielte, mit Ausnahme von Edward Elgar, der in sehr kurzer Zeit (1918-19) eine Violinsonate, ein Streichquartett und ein Klavierquintett schrieb. Kammermusik war eher in der Produktion von Komponisten prominent vertreten, die weniger bekannt waren, aber nicht unbedingt zweitklassig.….. (Auszug aus den Booklet-Noten von Guido Heldt)
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