Hvoslef Chamber Works No. VII
Hvoslef Chamber Music Project
- Label
- LAWO Classics
- Katalognummer
- LWC 1200
- EAN / Barcode
- 7090020182223
- Erscheinungsdatum
- 11 Juni 2020
„Trio for Soprano, Alto and Piano" wurde im selben Jahr geschrieben wie „Kvartoni" (LWC 1117), eines von Hvoslefs frühen Meisterwerken. Es überrascht also nicht, dass die beiden Werke auf ähnlichem melodischen Material basieren. Beide Kompositionen passen bequem in Hvoslefs frühe Produktion (zum Zeitpunkt ihrer Entstehung hatte Hvoslef erst seit zehn Jahren komponiert). Die Wahl des Ensembles (zwei weibliche Stimmen und Klavier) ist sehr aussagekräftig in Bezug auf Hvoslefs musikalische Ideale. Wir haben zwei unschuldige und verspielte Stimmen, denen eines der größten und möglicherweise überwältigendsten Instrumente gegenübersteht. Hvoslefs Liebe zum Kontrast wird somit von Anfang an gut bedient. Was um Himmels willen, könnten Sie fragen, könnten Posaunen und Streichinstrumente gemeinsam haben? Sie haben eine Eigenschaft: Sie sind unter Musikinstrumenten unangefochten in ihrer Fähigkeit, kontinuierliche Glissandos zu erzeugen. Streichinstrumente können jedoch eine viel größere Spanne abdecken als Posaunen. Im „String Quartet no. III" treten große Glissandos kollektiv (das Ensemble fungiert tatsächlich als einheitliche Gruppe) viermal auf. In dem dritten dieser Fälle wechselt das Gliss. am Ende die Richtung und deutet das Ende des Stücks an: ein aufwärts gerichtetes Glissando, dem eine Sumpflandschaft kleiner gleichzeitiger Gleitungen in verschiedenen Geschwindigkeiten und Richtungen vorausgeht. Während das dritte Streichquartett Musik der Stadt zu sein scheint, scheint das „Sextet for Flute and Percussion" im Dschungel stattzufinden. Wie im „Trio for Soprano, Alto and Piano" sind die Instrumentalbesetzungen hier scheinbar völlig unausgeglichen: eine verletzliche Flöte (und gelegentliche Altflöte) gegen fünf potenziell wilde und unerbittliche Schlagzeuger. Diese (verkörpert als Großtrommel-Quartett und ein Pauker) schlagen letztendlich die Flöte in Unterwerfung, wodurch sie „stimmlos" wird: Wenn sich das Schlagzeug schließlich zurückzieht, bleiben wir mit dem rhythmischen Klang der Flötenklappen zurück.
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