In Violone Impertinente
Federico Bagnasco, Francesco Olivero, Roberto Stilo
- Format
- Digital
Das Projekt "ll violone impertinente" möchte einen kleinen Kurzschluss mit diesem falschen Repertoire des barocken Kontrabasses erzeugen, indem diese Stücke auf ihre ursprüngliche Quelle zurückgeführt werden, auf Manuskripten oder alten Drucken basieren und aus der Erfahrung einer historisch informierten Aufführungspraxis schöpfen, indem sie auf einem Kontrabass gespielt werden, der eine Kopie eines alten Instruments mit barockem Rahmen ist.
Die Stücke erhalten einen neuen Charakter, der sich deutlich von dem eines modernen Kontrabasses unterscheidet, insbesondere durch die spezifischen Klangeigenschaften dieses Violentyps: dünnere, weniger straffe Darmsaiten, ein anderer Griffbrett, andere weniger naheliegende Unterschiede in der Konstruktion des Instruments und die Verwendung eines barocken Bogens aus anderem Holz mit anderer Krümmung, der einen eigenen Klang erzeugt. Es ist, als würde ein Violinist aus jener Zeit, der die Konventionen trotzierte, die ihn ausschließlich auf eine untergeordnete Rolle beschränkten, gegen diese Umstände rebellieren und seine Ambitionen als Solist, ja sogar als Virtuose, unter Beweis stellen wollen.
Wie allgemein bekannt ist, war die Kunst des Kopierens während der gesamten Barockzeit sehr lebendig und weit verbreitet.