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Mozart String Quartets Vol. 2

Armida Quartett

Label
CAvi
Katalognummer
AVI 8553444
EAN / Barcode
4260085534449
Erscheinungsdatum
1 August 2019
MOZART, String Quartets Vol. 2 ARMIDA QUARTETT – the Second "Das Armida Quartet führt eine ungewöhnliche Art von Probe durch und arbeitet sich durch drei Mozart-Streichquartette zusammen mit dem Musikwissenschaftler und Leiter des Henle-Verlags Wolf-Dieter Seiffert. Der Fokus liegt diesmal nicht auf Soundqualität, musikalischem Charakter oder der Entwicklung einer umfassenden formalen Übersicht – Qualitäten, für die das Armida Quartet bekannt ist – sondern auf dem Erreichen einer guten Übereinstimmung zwischen philologischer Genauigkeit und praktischem Musizieren. Seiffert arbeitet an einer neuen Ausgabe der Mozart-Streichquartette für seinen Verlag in München und hat den direkten Kontakt zu den Mitgliedern des Berliner Streichquartetts gesucht, um Zweifel bezüglich Dynamik, Bindungen und Tempi zu klären (siehe das Interview mit Herrn Seiffert im Booklet). Wenn ein Fall wirklich schwierig ist, hilft ihm die technisch machbarste oder wünschenswerteste Alternative bei der Entscheidung, welche Variante letztendlich in die neue Urtext-Ausgabe aufgenommen wird: wird es eine Variante aus Mozarts Autograph sein oder aus der ersten gedruckten Ausgabe? Diese Methode ist besonders produktiv, wenn ein Editor mit Ensembles arbeiten kann, die so versiert in historischer Aufführungspraxis und Ästhetik sind wie das Armida Quartet. Der Verlag ist nicht der einzige Partner, der von dieser neuen Form des Dialogs zwischen Musikwissenschaft und praktischem Musizieren profitiert. Martin Funda, der erste Violinist des Armida Quartet, sagt, dass er dadurch ein besseres Verständnis für mehrere Angelegenheiten gewonnen hat, die unter Musikern selten erwähnt werden: "Zum Beispiel haben wir uns mit mehreren Stadien des Verfahrens vom Autograph-Manuskript zum Kopisten und dann zur ersten und zweiten Ausgabe vertraut gemacht: Damals war viel der Arbeit beim Musikverlegen wirklich mühsam, und für uns ist es faszinierend." Ein genauerer Blick auf den Prozess zeigt letztendlich, dass jede moderne Ausgabe ein Kompromiss zwischen mehreren Quellen ist, von denen einige sich widersprechen. Die vielgerühmte "letzte autorisierte Fassung" mag im Fall eines Perfektionisten wie dem Egomanen des 20. Jahrhunderts Karlheinz Stockhausen existiert haben, aber wir begegnen ihr selten bei pragmatisch orientierten Genies wie Bach oder Mozart. (Auszug aus den Booklet-Noten von Michael Struck-Schloen)

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