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Mustonen: String Quartet No. 1 / Piano Concerto

Engegård Quartet

Label
LAWO Classics
Katalognummer
LWC 1243
EAN / Barcode
7090020182650
Erscheinungsdatum
6 Oktober 2022
200000 Olli Mustonen über seine Werke: String Quartet No. 1 (2016) Es ist kein Zufall, dass viele Komponisten einige ihrer wichtigsten und bedeutungsvollsten Werke für das Streichquartett geschrieben zu haben scheinen. Ich bin mit Streichquartetten aufgewachsen, besonders mit denen von Beethoven und Bartók, und diese Werke haben einen enormen Einfluss auf das gehabt, was ich als Komponist, Musiker und als Mensch bin. In vielen meiner Werke kann man eine Art Reise von der Dunkelheit zum Licht erkennen, in verschiedenen Formen. Im Fall meines Streichquartetts ist diese Reise außergewöhnlich mühsam. Es gibt ein Element der Hoffnung in einigen Abschnitten des dritten Satzes, aber die Hoffnung, die es bietet, ist eher von jenseitiger Art. Am Anfang des vierten Satzes kehren die sehr dramatischen Elemente des Anfangs des Quartetts zurück. Genau an diesem Punkt, wenn der Hörer denkt, dass die dunkleren Elemente letztendlich überwiegen werden, erreicht die Musik einen wichtigen Wendepunkt. Durch einen heroischen, dissonanten Kampf erreicht sie das Finale, das voller Ekstase und instrumentaler Freude ist. Ich habe das Finale zusammen mit der Metronomangabe mit der Anweisung „Con fuoco all'Ungharese" versehen – alles dies natürlich als Hommage an den großen ungarischen Meister, einen meiner größten musikalischen Helden bereits seit den frühesten Tagen meines Lebens. Piano Quintet (2014) Mein Klavierquintett besteht aus drei Sätzen. Der erste Satz ist voller Drama und Leidenschaft. Seine Atmosphäre kann als verwandt mit meiner Zweiten Symphonie „Johannes Angelos" angesehen werden – ein Werk, das von einem historischen Roman inspiriert wurde, der sich in der turbulenten Zeit in den letzten Monaten des Byzantinischen Reiches in Konstantinopel abspielt. Der zweite Satz ist eine Reihe polyphoner Variationen in einer Form, die an eine Passacaglia erinnert. Die Musik scheint von einem Thema hypnotisiert zu sein, das aus einem chromatischen Cluster von zehn Noten besteht. Schließlich verklingt die Passacaglia zu einem langen, einzelnen tiefen G-Dur, gespielt von der ersten Violine. Am Anfang des letzten Satzes beginnt Material aus den vorherigen Sätzen wieder zu erscheinen, aber dieses Mal auf eine mysteriöse, fast inkohärente Weise. Es ist, als ob die Musik nach einem Weg vorwärts sucht, aber vergeblich. Schließlich bleiben nur glockenähnliche Akkorde im Klavierteil. Die Streicher finden nacheinander eine neue Art von Musik, die Fragmenten eines Hymnus ähnelt – zunächst zögernd, aber bald an Kraft und Selbstvertrauen gewinnend. Schnell bewegliche Triolen beginnen zu erscheinen, und die Musik erreicht einen fröhlichen und ekstatischen Abschluss.

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