PIANO CONCERTOS NO 15 & 21
Zhen Chen, Kurpfälzisches Kammerorchester, Thomas Rösner
- Label
- Philips
- Katalognummer
- 130
- Erscheinungsdatum
- 30 Juli 1982
- Format
- Digital
Der chinesische Pianist Zhen Chen und das Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim haben sich an einer neuen Interpretation von Mozarts Klavierkonzerten Nr. 15 in B-Dur K. 450 und Nr. 21 in C-Dur K. 467 gewagt, die unter der Leitung von Thomas Rösner im Ballsaal des Barockschlosses in Mannheim aufgenommen wurden. Diese beiden Klavierkonzerte sind also eng mit der musikgeschichtlichen Bedeutung der Stadt verbunden, der sich auch Mozart nicht entziehen konnte.
"Mozarts Klavierwerke sind dafür bekannt, dass sie erbarmungslos sind und in perfekter Harmonie gespielt werden. Mein Ideal ist es, die Stücke auswendig zu beherrschen, aber nicht zu sehr an einen bestimmten Spielstil gewöhnt zu werden. Die hohe Kunst liegt darin, diese Komponenten auszubalancieren, um ein perfektes Zentrum zu schaffen," sagt Zhen Chen, während er seine eigenen Qualitätsstandards beschreibt, wenn es um die unvergleichliche Kunst des „Mozartspielens" geht. Die beiden Klavierkonzerte Nr. 15 und Nr. 21 wurden 1784 und 1785 komponiert, hatten ihre Uraufführung durch Wolfgang Amadeus Mozart selbst und spiegeln die Quintessenz seines Werkes wider. Wenn man sie hört, spürt man sofort Mozarts Absicht, Spieler und Publikum mit seinem charakteristischen Temperament und raffinierten Einfallsreichtum kontinuierlich herauszufordern. Um diesen Aspekt in der neuen Aufnahme noch stärker zu betonen, haben Zhen Chen und Dirigent Thomas Rösner für diese Aufnahme ausdrücklich lebendige Tempi abgestimmt. Es gibt einen starken Willen zum musikalischen Voranschreiten in beiden Konzerten. Vor allem ist das Soloinstrument nicht länger der unbestrittene Meister des musikalischen Geschehens. Auch für Zhen Chen fühlt sich die Interaktion mit dem Orchester oft so gleichberechtigt an, dass er sich fast „einen Kammermusikpartner" vorstellt.
Die instrumentalen Farben in den beiden Konzerten verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. Das Genre hat endlich das symphonische Format erreicht. Besonders die Blasinstrumente erscheinen wiederholt als eigenständige Melodie-Instrumente. Die beiden Programmpunkte verbinden wahrscheinlich Mozarts schwierigste Klavierwerk mit seinem populärsten Solokonzert auf einer Aufnahme. Das erste der beiden lässt den Solisten „schwitzen", und nicht nur wegen der unkonventionellen Fingersätze und der vielen schnellen Sechzehntellauf-Passagen. Das ist genau das, was Mozart hier wollte, wie ein Zitat aus der Quelle zeigt. Aber es gibt auch wunderbare Momente genialer Einfachheit, zum Beispiel im Andante des zweiten Satzes. In Concerto Nr. 21 verschieben sich die Verhältnisse zwischen Soloinstrument und Orchester noch weiter, und Mozarts reine Aufführungsfreude wird aufs Äußerste getrieben. Auch hier ist es der zweite Andante-Satz, der Zhen Chen daran erinnert, „an einen virtuosen Sopran, der eine gefühlvolle Arie singt".
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