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Revived Masterpieces

Catoire Ensemble

Label
Challenge Classics
Katalognummer
CC 72792
EAN / Barcode
0608917279221
Erscheinungsdatum
2 April 2020
Georgy Catoire hatte keine hohe Meinung von seinem ersten Streichquartett, daher zerstörte er es und verschonte nur einen Satz, das Andante. Auf der letzten Seite des Manuskripts dieses Satzes schrieb Tchaikovsky ein paar Worte, und Catoire brachte es nicht übers Herz, das Autograph des großen Komponisten zu zerstören. Georgi Lvovich komponierte ein neues Quartett, das in der Werkübersicht als Opus 4 aufgeführt ist. Dieses Werk wurde ebenso wie das Andante aus dem zerstörten Quartett niemals veröffentlicht und das Manuskript scheint verloren gegangen zu sein. Es ist jedoch bekannt, dass Catoire das Quartett später zu einem Quintett umarbeitete und eine zweite Cellistimme hinzufügte. Das Manuskript dieses Quintetts wurde zusammen mit dem erhaltenen Andante vor einigen Jahren entdeckt. Die auf dieser CD präsentierten Aufnahmen dieses Quintetts und des verbleibenden Andante (aus seinem allererstem Quartett) sind somit Uraufführungen dieser frühen Werke von Catoire Catoire komponierte das Klaviertrio Op. 14 in den Jahren 1899 bis 1902. Stilistisch lässt sich das Trio genau in die Mitte des Kompositionsweges von Catoire einordnen, der mit diesem Werk bewusst an die bereits existierende russische Kammermusikliteratur anknüpft. Doch obwohl das Trio durch solche Parallelen so wunderbar in seiner Zeit verankert ist, verkörpert es deutlich die charakteristischen Züge, die Catoires Musik von zeitgenössischen Trends abheben und die seine Persönlichkeit zu einem besonderen Phänomen in der Geschichte der russischen Musik machen. Es gibt da zum Beispiel die Symbiose verschiedener musikalischer Traditionen: einerseits die russische und französische nach ihrer Herkunft und andererseits die deutsche durch seine Ausbildung und sein tiefes Verständnis der Musik Wagners. Catoire und damit sein Stil sind ein übernationales europäisches Modell. Weitere wichtige Merkmale von Catoires Musik sind Ehrlichkeit und die Abwesenheit jeglicher Banalität oder Pose. Die zwei Poems Op. 34 sind Spätwerke von Catoire und wurden 1924–26 komponiert. Zu dieser Zeit hatte Catoire die Russische Revolution und den Bürgerkrieg erlebt, den Tod seiner geliebten Frau und den Abschied von seinem Sohn, der Russland für immer verließ. Die Musik wirkt wie eine freie Rede des Komponisten in einem intimen Kreis oder sogar wie ein Selbstgespräch – so gezügelt ist die Dynamik, so frei arbeitet die musikalische Rede. In ihrer Kürze sind die Poems Op. 34, die nach dem Tod des Komponisten posthum entdeckt und veröffentlicht wurden, eine der vollkommensten Verkörperungen von Catoires Kompositionsstil.

Auch bei Challenge Classics

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