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Sacrae Cantiones

Cantvs München

Format
Digital

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang war die gedruckte Musik in München in erster Linie auf eine Person ausgerichtet: den Hofdirigenten Orlando di Lasso. Erst um 1585 begann sich das gedruckte Repertoire zu diversifizieren. Die Sacrae cantiones des Tiroler Franziskanerpriester Blasius Amon fallen ebenfalls in diese Phase. Nach ein paar Jahren als Chorknabe in der Hofkapelle von Innsbruck hielt sich Amon zwischen etwa 1582 und 1585 in Venedig auf. Dort kam der junge Musiker und Kandidat für das Priestertum in Kontakt mit der Musik von Andrea und Giovanni Gabrieli. Nur fünf Jahre später, kurz nachdem die Sacrae cantiones in München veröffentlicht worden waren, starb Amon im Alter von 30 Jahren. Das vokale Solistenensemble Cantus München unter der Leitung von Gerhard Hölzle und Marcus Schmidl widmet sich mit großer Hingabe und tonaler Präzision Amons 30 polychoren Motetten nach venezianischem Vorbild.

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