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Serenade for Clarinet & Strings

Kilian Herold, Barbara Buntrock, Florian Donderer, Tanja Tetzlaff

Label
CAvi
Katalognummer
AVI 8553537
EAN / Barcode
4260085535378
Erscheinungsdatum
2 Mai 2024
200000 SERENADE Das Jahrhundert war erst einundzwanzig Jahre alt, und Ernst Krenek auch, als seine Serenade op. 4 am 31. Juli 1921 bei den neu gegründeten „Donaueschinger Kammermusikaufführungen zur Förderung zeitgenössischer Musik" uraufgeführt wurde. Die Veranstaltung wurde bald als Donaueschingen Festival bekannt, heute eines der ältesten spezialisierten Musikfestivals weltweit: Krenek's Musik ist seitdem gelegentlich dort zu hören gewesen – allerdings als eine Reihe von völlig konträren Werken, die man kaum demselben Komponisten zuordnen würde. Diese Vielfalt rührt von Kreneks chamäleonartiger Verwandlungsfähigkeit her, deren er sich bewusst war. Er akzeptierte, dass er „schlecht abschnitt im Vergleich zu den großen Meistern der Vergangenheit, deren Werk sich uns als eine wohlgerundete, logisch organisierte Einheit präsentiert." Bereits in seiner Serenade von 1919 können wir etwas von Kreneks verwirrend stilistischer Vielfalt spüren. Auf den ersten Blick scheint sie hartnäckig an den Stil von Kreneks Lehrer Franz Schreker und an die Wiener Spätromantik zu klammern. Sie enthält einen Hauch von Hugo Wolf's Italienischer Serenade…. Hans Gál, als Jude in Deutschland bedroht und ab 1938 auch in seinem Heimatland Österreich, fand Zuflucht im Vereinigten Königreich – allerdings zunächst nur als Internierter in einem Lager, wie er lebhaft in seinem Buch „Musik hinter Stacheldraht" beschreiben würde. Hans Gál's Stil blieb in der Wiener Tradition des „langen" 19. Jahrhunderts verwurzelt….. Krzysztof Penderecki dagegen war sowohl Traditionalist als auch Wegbereiter. 1959 trat er mit drei anonymen Werken in den Jugendwettbewerb der Polnischen Komponistengesellschaft ein und gewann jeweils den 1., 2. und 3. Preis, womit er unmissverständlich seinen Rang als einer der herausragenden musikalischen Talente seines Landes bewies…..Penderecki komponierte sein Klarinettenquartett, das in einer weiteren Fassung für Streichorchester unter dem Titel Sinfonietta Nr. 2 existiert. Hier haben wir es mit einem ruhigen, gedämpften Werk zu tun, das sich fast in schubertiansiche Sphären wagt und einen zarten nächtlichen Dialog zwischen Klarinette und Viola als Ausgangspunkt des ersten Satzes aufweist © 2024 Johannes Jansen

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