Serenade op.4 für
Kilian Herold, Florian Donderer, Barbara Buntrock, Tanja Tetzlaff
- Label
- CAvi
- Format
- Digital
Ernst Krenek war noch so jung wie das Jahrhundert, als seine Serenade op. 4 am 31. Juli 1921 auf den gerade gegründeten Donaueschingen Chamber Music Performances for the Promotion of Contemporary Music aufgeführt wurde. In späteren Jahren war Krenek auch gelegentlich auf diesem neuen Musikfestival vertreten, das bald kurzerhand die "Donaueschinger Musiktage" genannt wurde und heute eines der ältesten Spezialfestivals der Welt ist, wenn auch mit Werken, von denen kaum zu hören ist, dass sie von ein und demselben Komponisten stammen. Krenek war sich seiner beinahe chamäleonartigen Transformationen bewusst und war bereit zu akzeptieren, dass er "im Vergleich zu den großen Meistern der Vergangenheit schlecht abschnitt, deren Werk sich uns als eine wohlgerundete, logisch organisierte Einheit präsentiert." Ein wenig von der verwirrenden stilistischen Vielfalt ist bereits in der Serenade deutlich zu erkennen, die 1919 komponiert wurde, obwohl sie auf den ersten Blick in der Sphäre seines Lehrers Franz Schreker und der Wiener Spätromantik zu bleiben scheint. Ein vager Hauch von Hugo Wolfs Italienischer Serenade weht herein auf....... .... Hans Gál, Hans Gál - ein Jude in Deutschland und ab 1938 auch direkt bedroht in seinem Geburtsland Österreich - fand sein Zuflucht in England, zunächst als Internierter, wie sein Buch Musik hinter Stacheldraht lebendig beschreibt. Hans Gál blieb in der Wiener Tradition des "langen" 19. Jahrhunderts verwurzelt. Seine Serenade aus 1935 ist ein elegantes und melodiöses Werk, das niemals die Grenzen der Tonalität verletzt. Es ist kein Zufall, dass die stilistische Haltung und die meisterliche Handwerkskunst an Johannes Brahms und seinen einstigen Favoriten erinnern, .... Krzysztof Pendereckis Klarinettenquartett, das auch als Sinfonietta Nr. 2 in einer Version mit Streichorchester existiert, wurde 1993 komponiert, dicht bei den Metamorfosen (2. Violinkonzert). Es ist ein atmosphärisch eher ruhiges Werk, das fast Schubertianesche Sphären berührt, das sich aus einem delikaten Dialog zwischen Klarinette und Viola (Notturno) entwickelt.
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