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Automatisch übersetzt · Original

string quartet

Eva Zavaro, Juliette Journaux, Edwin Fardini

Label
Image Music Library
Katalognummer
334
Anzahl CDs
2
Oskar Posa ist eines der größten Mysterien der Musik. Er war ein österreichisch-jüdischer Komponist aus der Nachromantik, ein berühmter Dirigent und eine zentrale Figur in Wien um die Jahrhundertwende... aber sein Name ist völlig vergessen. 1904 gründete er zusammen mit Arnold Schönberg und Alexander von Zemlinsky den Wiener Komponistenverein, das musikalische Gegenstück zur Secession von Gustav Klimt. Die drei Freunde teilten sich die Bühne bei einem außergewöhnlichen Konzert in der Musikverein 1905, wo Posas Soldatenlieder, Zemlinskys Die kleine Meerjungfrau und Schönbergs Pelléas et Mélisande ihre Uraufführung erlebten. Inmitten eines einzigartigen künstlerischen Aufschwungs schuf er ein äußerst originelles, farbiges Werk in seinem allerersten von Simrock veröffentlichten Werk, eine Fusion von Brahms und Wagner, in der Harmonie zum Träger von Unruhe und Sinnlichkeit wird. Seine etwa 80 Lieder - von denen einige orchestriert sind - machten ihn in ganz Europa und den Vereinigten Staaten berühmt. Die Trunkenheit der Liebe in Du Hast Mich, die melodramatische Eifersucht in Die Gelbe Blume und die städtische Müdigkeit in In einer großen Stadt sind verblüffend. In den enormen Wellen der Besänftigung tritt eine andere, fast Strausssche Oper-Größe hervor. Posa vervielfacht die Gegenstimmen und stört wiederholt das Gleichgewicht zwischen Stimme und Klavier. Man könnte seine Lieder sogar als „Kompositionen für Klavier mit vokaler Begleitung" beschreiben. Die Uraufführung seiner Sonate für Violine und Klavier beim Heidelberg Festival 1901 war ein Schiffbruch: Die übermenschliche Schwierigkeit des Werkes, die obsessiven Motive und die gespannte Lyrik brachten ihn bei internationalen Kritikern in Misskredit. Das Werk hatte dank der Freundschaft des Pianisten Julius Röntgen Erfolg in den Niederlanden, aber Posa blieb permanent beeinträchtigt und seine schöpferischen Impulse wurden erstickt. Als Direktor der Oper Graz zwischen 1911 und 1932 setzte er wagenisvolle Werke durch und öffnete die Stadt für das symphonische Repertoire, bevor er eine Position am renommierten Konservatorium Wien annahm. Aber alles kam 1938 zum Stillstand: Nur wenige Tage nach dem Anschluss wurde Posa aufgefordert und aus seiner Stellung entfernt, weil er Jude war. Als direktes Ziel des Nazi-Regimes wurde er verbannt und verschwand für immer aus dem Musikleben. Am Vorabend seines Todes komponierte er sein einziges Streichquartett, eine letzte Hommage an das verschwundene Wien um 1900: die giftigen Düfte, die gespenstischen Walzer und die Schatten der Vergangenheit. Dieses Doppelalbum ist die Weltpremiere einer Auswahl von 24 unveröffentlichten Liedern, seiner Sonate für Violine und Klavier und seines Streichquartetts.
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