Symphonies Nos 1–5
Barbara Kozelj, Joonas Ahonen, London Philharmonic Orchestra
- Label
- Eurodisc
- Katalognummer
- 69237-2-RV
- EAN / Barcode
- 094786923721
- Erscheinungsdatum
- 30 Juli 1990
- Format
- Digital
Galina Ustvolskaja war eine äußerst originelle Komponistin, in ihrem Stil unvergleichlich und während ihres Lebens weitgehend vernachlässigt. Die eigensinnige Ustvolskaja schuf expressive, sogar gewalttätige Musik, die wie das Werk keines anderen Komponisten klingt und keine klaren Einflüsse aufweist, aber dennoch oft von Religiosität oder Spiritualität durchdrungen ist. Erst nach ihrem Tod wurde Ustvolskaya's originelles und kompromissloses Talent endlich anerkannt.
Christian Karlsen und das London Philharmonic Orchestra präsentieren hier Ustvolskaya's fünf Sinfonien. Während die erste oberflächlich traditionell wirkt (sie ist die einzige für ein vollständiges Sinfonieorchester), singen zwei Jungen - über Mikrofone, auf chantartige Weise - Texte über Armut, Rassismus und Ungerechtigkeit. Die Sinfonien Nr. 2 bis 5 brechen entschieden mit der traditionellen Form; sie bestehen jeweils aus einem einzigen, ziemlich kurzen Teil, vergleichbar mit theatralischen Ritualen. Diese Sinfonien, entworfen für ebenso unterschiedliche wie ungewöhnliche Instrumentalkombinationen, wurden zunehmend kompromisslöser, je weniger Instrumente sie hatten, bis hin zu nur einer Handvoll Instrumenten in der vierten und fünften Sinfonie. Sporadisch erscheint eine Solostimme, die nicht unbedingt singt, sondern eher ein Gebet ausspricht - ein Gebet, das um Vergebung bittet, aber nicht um ein besseres Leben.
Das Orchester wird von dem finnischen Pianisten Joonas Ahonen in den Sinfonien Nr. 2, 3 und 4 unterstützt. Er hat sich international einen Namen gemacht. Er hat sich international einen Namen gemacht und ist ein Spezialist für das Fortepiano geworden. Seine Diskographie umfasst unter anderem das Klavierkonzert von György Ligeti, die kompletten Klaviersonaten von Charles Ives, Ludwig van Beethovens "Diabelli-Variationen" auf einem Fortepiano aus 1838 und eine Reihe von Weltpremieren-Aufnahmen mit dem Violinisten Pekka Kuusisto.