Vivaldi: Concerti
Berliner Barock Solisten
- Label
- Phil.Harmonie
- Katalognummer
- PHIL 06027
- EAN / Barcode
- 4250317416278
- Erscheinungsdatum
- 31 August 2020
Antonio Vivaldi legte die Grundlagen der klassischen dreisätzigen Concertoform mit ihren abwechselnden Ritornelli und Episoden sowie ihrem langsam - schnell - langsam Tempoplan. Vivaldi produzierte eine erstaunliche Menge an Musik. Ihm werden derzeit etwa 770 Kompositionen zugeschrieben. Dazu gehören 46 Opern, von denen 21 erhalten sind, 344 Solokonzerte, 81 Konzerte mit zwei oder mehr Soloinstrumenten und 61 Sinfonien und Ripieno-Konzerte. Le Céne, Amsterdam, veröffentlichte die zwölf Konzerte seines op. 8 1925. Sie erschienen unter dem Titel: il cimento dell'armonia e dell'inventione („der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung"). Der Titel bezieht sich auf den Konflikt zwischen Ausgewogenheit und Innovation: Ausgewogenheit im Sinne der klaren formalen Anordnung jedes Stücks wird gegen das Innovative, die Tonmalerei in den programmatischen Elementen der Konzerte, ausgespielt. Diese beiden Qualitäten (Ausgewogenheit und Innovation) sind besonders in den Vier Jahreszeiten evident. Die zwölf Konzerte sind dem böhmischen Grafen Wenzel von Morzin gewidmet, dessen Orchester Vivaldi mit neuen Werken versorgte. Die Vier Jahreszeiten zeichnen sich unter Vivaldis Programmwerken besonders dadurch aus, dass jeder einzelne Satz der vier Konzerte eine narrative Idee entwickelt, anstatt einfach ein programmatisches Bild zu präsentieren. Die Kombination der Concertoform mit einer programmatischen Idee ist meisterhaft.