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Wanderer Fantasy

Lukas Geniusas, Sinfonieorchester St. Gallen, Modestas Pitrenas

Format
Digital
Pianist Lukas Geniusas widmet sich einer Form, die für Freiheit steht und bei den romantischen Komponisten besonders beliebt war. In seinem Lied "Der Wanderer" setzt Schubert die Figur des umherschweifenden Wanderers in Musik um, was einige Jahre später Anlass zu einem großangelegten Instrumentalwerk gab: die Fantasia in C-Dur D 760 (1822), später als "Wanderer Fantasy" bekannt. Die vierteilige Struktur könnte der einer Sonatenzyklus aus vier Sätzen entsprechen, aber diese Teile folgen sich ohne Unterbrechung in einem kontinuierlichen Prozess auf, wie eine ununterbrochene Reise. Fasziniert von diesem Werk, schuf Liszt seine Bearbeitung für Klavier und Orchester 1851, zwei Jahre vor seiner berühmten Sonate in h-Moll, die ebenfalls monothematisch ist und sich als eine einzige, breite Bewegung entfaltet. Tschaikowski dagegen, mehr in der klassischen Tradition verwurzelt, kultiviert Virtuosität und instrumentale Pracht in seiner Konzertfantasie aus 1884. Zusammen mit dem Sinfonieorchester St. Gallen unter der Leitung von Modestas Pitrenas präsentiert Geniusas eine seltene (wenn nicht einzigartige) Kombination dieser beiden Fantasien, die mehr als sechs Jahrzehnte nacheinander komponiert wurden.

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