Orphée et Eurydice - Christoph Willuck
Sonntag 1 November 2026, 15:00
Concertante opera
Spannender Musikdrama auf französische Art Die ikonische Arie J'ai perdu mon Eurydice aus Glucks Orphée et Eurydice ist ins kollektive Gedächtnis eingegraben. Nachdem der Sänger Orpheus seine geliebte Eurydice aus dem Totenreich zurückgeholt hat durch die Kraft seiner Musik, verliert er sie ein zweites Mal. In seinem stahlharten Musikdrama erweist sich der Komponist als Meister der beherrschten Emotion. Gluck verabschiedet sich von den Bravura-Arien und komplizierten Handlungswenden der Barockoper. Gesang, Text und Orchestrierung stehen ganz im Dienst einer durchlebten Tragödie, die auffallend direkt dargebracht wird mit nur drei Protagonisten (Orphée, Eurydice, Amour) und mit einer dramatisch aktiven Rolle für den Chor. Gluck schrieb die Oper zunächst 1762 auf Italienisch und realisierte 1774 eine französische Fassung für die Opéra de Paris. OBV bringt die Überarbeitung von Hector Berlioz aus 1859 und das ist alles andere als eine Kopie des Originals, sondern vollblütige französische Oper mit zusätzlicher Musik. Maestro Francesco Corti, der in der letzten Spielzeit für einen feurigen Don Giovanni sorgte, steht erneut für spannendes Musikdrama auf Messers Schneide.
Interpreten
Sophie Rennert, Ana Quintans, Jiayu Jin, Lies Verholle, Koor Opera Ballet Vlaanderen, Symfonisch Orkest Opera Ballet Vlaanderen, Francesco Corti, Jan Schweiger