Le corps qui est là, veut atteindre à une possession entière de soi-même.Paul Valéry
Isabelle Beernaert ist eine attraktive Frau mit südlichem Temperament. Ihr belgischer Vater verfiel dem Charme einer italienisch-französischen Frau. Das Paar ließ sich in Kortrijk nieder. Dort stand ihre Wiege.
Mit einem Vater, der Jazzmusiker war und darüber hinaus noch einen Plattenladen betrieb, und einer temperamentvollen italienisch-französischen Mutter war ihre künstlerische Zukunft sozusagen eine Selbstverständlichkeit. Unser DNA ist überall gleich, das Talentpotenzial jedoch nicht. Sie studierte Klassisches Ballett, Modern-Jazz, Show-Jazz, Pas de deux, Pantomime, Tango und Spanischen sowie Bulgarischen Tanz an der Königlichen Ballettschule von Antwerpen. Das bildete die Grundlage und den Übergang, eine Öffnung zu dem, was sie noch nicht beherrschte. Sie verfeinerte ihre Fähigkeiten bei renommierten Mentoren in urbanen Tanzstilen wie Hiphop, Breakdance und ethnischen Tanzstilen, darunter Afrikanische und Indische Tänze. Eine beeindruckende Anhäufung der unterschiedlichsten Tanzformen. Es sind diese Extreme, die für außergewöhnliche Momente sorgen, in welche Richtung auch immer: klassisch oder experimentell. Tanz bleibt der Kern. Nur die intrinsische Qualität zählt. Mischen Sie das mit ihrer Begeisterung und Sie bekommen reine Leidenschaft. Der zeitgenössische Tanz ist, im Gegensatz zum klassischen Ballett, eine ständige Frage danach, wie Bewegung als Kunstform eingesetzt werden kann und dies auf einer Achse von Stillstand bis zur extremen Virtuosität. Als kreative Allrounderin lässt sich sie mit ihrer grenzenlosen Energie nicht in eine Schublade stecken. Heutzutage ist sie Choreografin für verschiedene Produktionshäuser und Veranstaltungen sowohl in der Medien-, Mode- als auch in der Theaterwelt..
In the picture
Bei der breiten Öffentlichkeit ist Isabelle Beernaert durch die aufsehenerregenden Choreografien bekannt geworden, die sie für So You Think You Can Dance kreierte und ihren Sieg bei The Ultimate Dance Battle. Durch das enorme Potenzial an aufstrebendem jungem Talent ließ sie sich dazu inspirieren, eigene Tanzaufführungen auf die Beine zu stellen. Nach ihrer ersten erfolgreichen modernen Tanzaufführung 'Ne me quitte pas' folgten 'Et après' und 'Laat me'…. Aufführungen voller leidenschaftlicher Schmerz, aber auch Lebensdrang. Isabelle Beernaert ist eine Durchsetzerin. Der Wille allein reicht nicht aus. Nicht jeder kann sich Choreograf nennen. Es braucht Talent dafür, eine besondere Gabe. Von entscheidender Bedeutung für einen Choreografen ist ein besonderes Gespür für die Formgebung. Ihre Stärke liegt darin, das Beste in Menschen hervorzubringen. Das Mindeste, das man über diese dazzernde und charismatische Dame sagen kann, ist dass sie Vision hat, Inspiration und eine kulturelle Unternehmerin ist. Dank ihrer vielen künstlerischen Umschweife lernte das Publikum eine Künstlerin kennen mit anspruchsvollen und ehrgeizigen Projekten. Aufführungen an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen. Ihr Werk atmet eine einzigartige Modernität.
Authentizität
Eine große Liebe zur Musik ist das eine. Isabelle Beernaert sieht Musik auch in Beziehung zu anderen Kunstformen, aber in erster Linie als physische Route durch den Raum mit Respekt vor dem Individuum und Respekt vor dem Zuschauer. Musik und Tanz gedeihen in ihren Choreografien auf sensible und organische Weise. In ihren Tanzaufführungen arbeitet sie mit einer Gruppe von jungen Tänzern, die alle eine schöne Rolle bekommen und die unter ihrem inspirierenden Einfluss über sich selbst hinauswachsen. Choreografien von hohem künstlerischem Niveau mit ungeahnter physischer Kraft und Expressivität, die zu überzeugen und zu ergreifen wissen. Teilweise konfrontativ, aber auch mit unerwarteter poetischer Fülle. Das Unvollkommene und das Fragile sind eine Konstante. Tanzaufführungen mit body, die unter die Haut gehen und bei verschiedenen Generationen ankommen. Für diese breite Reichweite hat Isabelle Beernaert kein festes Rezept. Sie entscheidet sich für Musik mit Tiefe, eine reine Zurschaustellung von Emotionen. Um diese Emotionen dreht sich alles. Man fühlt, das ist gemacht von einer Frau, die mit allen Fasern im Leben steht. Es ist kurz gesagt die Wachsamkeit des Beobachtens, des Egos in der Welt. Dabei versteht sie die Kunst, das Gleichgewicht zwischen männlichem Testosteron und weiblichem Östrogen zu bewahren. Sie umarmt die Musik, in der wie in ihrem Tanzvokabular wenig oder keine Grenzen vorhanden sind. Mit einer Aversion gegen Kitsch weiß sie die perfekten Songs, Chansons und instrumentale Musik auszuwählen. Die Fetzen werden zu einer kohärenten Geschichte verbunden. Das kombiniert mit ihrer Vorstellungskraft sorgt für eine ganze Reihe von Höhepunkten. Verdichtung und Intensität sind eine Konstante. Isabelle Beernaert weiß das Gefühl zu schaffen, einen Ausschnitt aus dem Leben durch verschiedene Musik- und Tanzstile in Perspektive zu setzen und eine theatrale Dimension zu geben.Die Rolle eines Choreografen
Choreografen inspirieren, reizen und motivieren, um Tanz in Beziehung zu verschiedenen Themen und Thematiken zu sehen, darüber nachzudenken und in die Praxis umzusetzen. Tanz regt dazu an, ständig verschiedene Intelligenzen anzusprechen: verbale, körperliche, musikalische, räumliche und zwischenmenschliche. Sie macht Menschen mit Tanz und Musik glücklich. Ich denke, das hat mit der Lesbarkeit und Publikumsfreundlichkeit der Aufführungen zu tun. Sie sind nie flach kommerziell und tragen eine große Erkennbarkeit in sich. Ihre Choreografien sind blitzschnell und körperlich, assoziativ und fragmentarisch aufgebaut. Die unwiderstehliche Ausdruckskraft der Musik ist ihr alter ego. Ein Künstler rührt uns, wenn es ihm gelingt, ein Bild zwischen Bildern zu nesteln, ein Gefühl zwischen Eindrücken.Tausende Menschen in den Niederlanden und Flandern haben bereits ihre Tanzaufführungen genossen.
Bald sind wieder einige ihrer Aufführungen an verschiedenen Orten zu sehen, zunächst „Naakt Nuda Veritas" am 17. Oktober in Genk, am 24. Oktober in Antwerpen, am 29. Oktober in Gent und am 31. Oktober in Oostende. Konsultieren Sie den Kalender für weitere Daten. Ihre neueste Aufführung „Oxytocin" feiert am 24. November in der Elisabethzaal in Antwerpen Premiere.