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Pierre Bleuse dirigiert Mozart

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· 4 Min. Lesezeit
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Pierre Bleuse dirigiert Mozart

Pierre Bleuse trifft Symfonieorkest Vlaanderen. Ein Musikstück von Roussel, ein Walzer für den Zuschauer, in geschmackvoller Atmosphäre. Jakob Koranyi zeigt dann wieder zarte Vertikalität. Haydn auf Cello. Von Mozart die Sinfonie Nr. 41. Dieses Stück wurde von Mozart im Sommer 1788 vollendet.

Die Eröffnung kommt mit einer glänzenden Geschichte. Sie stammt von Albert Roussel, Komponist und Seemann. Mit seiner neoklassischen Sinfonietta ist es eine Reise ins vorherige Jahrhundert. Die eigentliche 'klassische' Periode wird mit zwei Stars gefunden: Haydn und Mozart. Die aufgeführten Werke sind Haydns Cellokoncert in c-Dur und Mozarts Sinfonie Nr. 41, mit dem Beinamen "Jupiter".

Alte Musik, Bleuses Blick

Eines von Bleuses Zielen ist es, das Publikum (und die Musik) miteinander zu versöhnen. Nach Aussage des Dirigenten wäre unser Interesse für Musik aus der Vergangenheit gewachsen, um letztendlich in einer, wie er es nennt, quasi musealen Welt zu landen. Bleuse ist der Meinung, dass wir uns von unseren Führern, Komponisten und Schöpfern abgeschnitten haben. So stellen wir fest, dass zeitgenössische Musik heutzutage leider zu einer Nischenmusik geworden ist, die nur noch eine Handvoll Menschen interessiert.

Bleuse bringt eine neue Wendung in das musikalische Erlebnis, indem er die Zuschauer durch verschiedene Jahrhunderte reisen lässt. Er gibt auch Solomusikern aus seinem Orchester die Chance. Pierre Bleuse versucht damit, talentierten jungen Musikern Orchestererfahrung zu vermitteln.

Pierre Bleuse wurde zum Musikdirektor des Ensemble Intercontemporain (EIC) ernannt, eine Formation von Solomusikern, spezialisiert auf die Interpretation und Verbreitung von Werken des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute.
Sein Fokus liegt auf musikalischen Kreationen. Er freut sich darauf, neue Orchester kennenzulernen. Und seine musikalische Reise fortzusetzen.

Die Künstler

"Language but no words." Jakob Koranyi überrascht mit Worten, die mich berührten. Zack. Da fällt er dann. Wie ein Donner, der in hohen Bergen weitergrummelt. Ein Satz regt zum Nachdenken an und bringt zur Besinnung. Auch mit seinem Instrument, einem Cello aus dem Jahr 1756, wusste er zu bezaubern. Das Solo setzte kraftvoll ein. Es ließ mich erkennen, wie viel üppiger, fröhlicher und reicher das Zusammenspiel aller Spieler zusammen ist. Koranyi erhielt einen herzlichen Empfang des Publikums und machte Eindruck mit Techniken, Gefühl und Verfeinertheit.

Mit der Ankunft von Koranyi tritt das Symfonieorkest Vlaanderen kurz in den Hintergrund. Der Cellist steht im Rampenlicht. Und es steht ein anderer großer Mann neben ihm auf der Bühne. Es ist Pierre Bleuse. Dirigent, Musikdirektor und Verfechter neuer Musik... Ein Mann auf dem Weg, sich als einer der faszinierendsten und gefragtesten Dirigenten der Welt zu entpuppen. Das Sinfonieorchester, im Schatten eines Riesen, mit kindlichen, sorglosen - und ja - herrlich gespielten Noten.

Schlusswort

Das Ganze der zusammenarbeitenden Musiker ist erfreulich zu erleben. Nach meiner Beobachtung wage ich zu behaupten, dass es Kohäsion gab. Die Musik überflutete den Saal und vermischte die Gäste mit der Musikergruppe. Die Pause hat etwas von den Minuten, die mit gelben Locken, Lächeln und einer Geste aus der Blechbläserreihe produziert wurde. Ich fand den Ruhepunkt zu gehetzt, um einen Drink zu genießen. Ich verspürte Gefühle wie; gehetzt, übergangen, eingeengt, Ablehnung, Unbeholfenheit, Einsamkeit, Angst, Zweifel, Hoffnungslosigkeit, ausgelöst durch unerfüllte Bedürfnisse, als das Theaterhaus die Zuschauer zurück in den Saal rief.

Diese Kulturveranstaltung würde ich empfehlen, wegen ihres Anspruchs an Verfeinerung, für mehr als diejenigen, die gekommen sind, und weniger für jeden. Der Abend war in einer Provinzstadt genießbar. Die provinziellen Reihen deuten an: ein Tikchen zu hochgegriffen für das Kulturzentrum Deinzes, das Leietheater.

  • WAS: Pierre Bleuse dirigiert Mozart
  • WANN: Freitag 10. Juni 20 Uhr
  • WO: Leietheater Große Halle
  • WER: Jakob Koranyi [Cello], Symfonieorkest Vlaanderen u.L.v. Pierre Bleuse

Noch zu sehen am 19. Juni in Roeselare: Tickets & Info

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