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Vielversprechendes Frühjahrskonzert

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· 4 Min. Lesezeit
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Vielversprechendes Frühjahrskonzert
© Didier Block

Georgia, Michael, Leon... drei Namen zum Merken. Zusammen noch keine siebzig Jahre alt. Zusammen auf der Bühne des Kulturzentrums von Oudergem, das seine Türen für ASTA öffnete. Dies ist ein Verein, der sich seit 2017 "Au Service de Tous à Auderghem" zur Verfügung stellt.
Das bedeutet, dass er durch die Förderung von kulturellen, sozialen, pädagogischen und Freizeitaktivitäten den lokalen Gemeinschaftssinn stärkt, Einsamkeit bekämpft und Vielfalt zwischen Kulturen und Generationen fördert. ASTA tut dies mit fünf festangestellten Mitarbeitern und etwa zwanzig Freiwilligen. In diesem Bild passte die Wahl der Künstler perfekt.

Jung, jünger, am jüngsten

Georgia Koumentakou ist vierzehn Jahre alt. Sie wurde in Brüssel geboren. Ihre Mutter ist Polin, ihr Vater Grieche. Sie begann mit Violine, als sie dreieinhalb Jahre alt war, und entwickelte sich von der Suzuki-Methode zur Klasse von Erik Sluys. Sie hat bereits eine beeindruckende Liste von Preisen, Lehrern und Sälen zusammengetragen. Der Kanadier Michael Song ist sechsundzwanzig. Von seinem fünften bis zu seinem elften Lebensjahr teilte er sein Interesse für die Violine mit einer bunten Vielfalt sportlicher Aktivitäten. Dann widmete er sich dem Cello. Mit Erfolg, denn, inspiriert von Gary Hoffman und Lynn Harrell, brachte er es von der renommierten Colburn School (Los Angeles) zu einem Residenzplatz in der Musikkapelle Kon.Elisabeth und zur Zulassung zum Kon.Elisabethwettbewerb Cello, der am 4. Mai startet.

Sie wurden von der Brussels Sinfonietta begleitet, die seit 2006 talentierte Schüler aus den Brüsseler Akademien und der Kunsthumaniora vereinigt, um zusammen mit etablierten Künstlern im Orchesterverband zu musizieren.
Leon Blekh ist seit 2023 ihr Chefdirigent. Seltsam, dass ein Meistergeiger, der erste Preise, Auftritte im In- und Ausland und Erfolge aneinander reihte und der von 2019 bis 2023 Artist in Residence in der Musikkapelle in Waterloo war, noch vor seinen Dreißigern den Violinbogen mit dem Dirigentenstab teilt. Verständlich für jemanden, der gesteht: "Dirigieren, seit meiner Jugend habe ich diesen Traum gepflegt".
Das erklärt die Begeisterung, die Einfühlsamkeit und den Enthusiasmus, mit dem Leon sein Orchester durch die Serenade von Elgar und einen Walzer von Tschaikowski leitete, Kompositionen, bei denen die Violinen vielleicht noch etwas ausdrucksvoller und leidenschaftlicher hätten klingen können. Und wo die Bratschen die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Entdeckungen

Ansonsten war das Konzert eine große herz- und sinneserfreuende Entdeckung. Zunächst das 'Concerto per archi' des genialen 'Paten der Filmmusik', Nino Rota. Das Preludio klang fesselnd, das Scherzo düster. Wir hörten, dass es gut war. Neues und Traditionelles anbieten, das tat das Orchester. Und dafür entscheidet sich auch Cellist Michael Song bewusst. Seine Teilnahme am anstehenden Elisabethwettbewerb umfasst drei Stunden Repertoire. Ein Teil davon geht zum Konzert des Halbfinales. Anders als in früheren Sessions kann man sich in diesem Jahr neben Klassikern wie Joseph Haydn oder Mozart auch zwischen Werken von Michael Haydn, Heinrich Hofmann oder Antonin Kraft entscheiden. Ein Glücksgriff für Michael Song, der das Opus 4 von Kraft wählte, und ein Glücksfall für das Publikum. Es ist ein lebhaftes Stück, in dem das Cello einmal munter umherschweift, dann wieder melodisch träumt.

Wieniawski

Und dann musste das Maximum noch kommen! Es kam in Gestalt eines Engel­chens in verschwommenem Weiß, mit weinroten Herzen und entsprechender Schleife, das das zweite Violinkonzert von Henryk Wieniawski aus ihrer Violine (Patrick Robin) mit kindlichem Spielvergnügen und ruherer Sicherheit hervorzauberte. Die junge Georgia Koumentakou war eindeutig stolz, dass sie bereits so meisterhaft ein Werk ihres großen Landsmannes ihrer Mama spielen konnte, der auch in Belgien eine Rolle spielte. Die Art und Weise, wie sie das tat, beweist, was für eine junge reife Violinistin sie bereits ist. Für den nächsten Elisabethwettbewerb Violine ist sie wegen ihres Alters noch nicht zugelassen. Dennoch kam der Wettbewerb sehr nah heran, als Stéphanie Coerten, die vertraute Stimme und Erscheinung hinter jedem Auftritt jedes Teilnehmers, mit viel Empathie die Künstler nach ihrem jungen Leben befragte, das sich durchaus als 'pas comme les autres' beschreiben lässt. Und diese erhielten nach einer virtuosen 'Flucht der Biene' durch Georgia von einem prall gefüllten Saal enthusiastischen Applaus. Sehr verdient!
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