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Sonntag 27. April 15 Uhr, Schwarzer Saal Fakkeltheater Ode an die Freunde 'Soap Opera'

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Sonntag 27. April 15 Uhr, Schwarzer Saal Fakkeltheater Ode an die Freunde 'Soap Opera'

Ode an die Freunde durchbricht gerne feste Muster. Sie schlugen die Hände zusammen für ein besonderes Werkstück. Drei Tage lang spielten die vier musikalischen Gefährten: Lester Van Loock, Alexandra Franck, Jokke Martens und Lissa Meyvis ihre Seele aus ihrem Leib und die Sterne vom Himmel in ihrer Soap Opera. Eine Aufführung rund um das intime Vergnügen des gemeinsamen Singens und Spielens mit gleichgesinnten Seelen. Ein unglaublich großartiges Stück Bricolage. Eine Geschichte über Liebe, Verrat, Intrige, Rache. Sie kennen den Hokuspokus des Theaters, eine Geschichte aufzubauen, das Publikum auf die falsche Fährte zu locken, Erwartungen zu schaffen und zu durchbrechen. Der ganze Satz dramaturgischer Tricks wird angesprochen und eingesetzt. Große Soli und Duette aus Musicals, Arien und Duette aus Opern wurden ins Niederländische übersetzt, eine gelungene und zeitaufwändige Arbeit, und hier und da auch leicht angepasst an die Situationsskizze, so dass es ein kohärentes Ganzes bildete. Sie bauen eine ganze Geschichte mit und um die ausgewählten Nummern auf. Eine Collage mit Werken von unter anderem W.A. Mozart, Gian Carlo Menotti, Rodgers & Hammerstein, Jason Robert Brown, Leonard Bernstein, Stephan Sondheim, Giacomo Puccini, Cole Porter, usw. Die beiden Sopranistinnen und der Bariton bringen die Geschichte voller Expressivität, Leidenschaft und Verführung zum Leben. Pianist Lester musiziert feinfühlig und inspiriert. Zeitlose Klänge, die sich mit dem Geist von vier begabten Spielvögeln verbinden. Erhaben und oft urkomisch. Eine selbstbewusste musikalische Ausschweifung. Pure Showbiz-Magie.

Wusstest du das?


Man ist nie zu alt zum Lernen. Der Begriff „Soap Opera" hat seinen Ursprung in Radiosendungen, die von Seifenherstellern gesponsert wurden? In den 1930er Jahren wurden melodramatische Radiosendungen hauptsächlich tagsüber ausgestrahlt und waren für Hausfrauen bestimmt. Große Seifenmarken wie Proctor & Gamble sponserten diese Programme, um ihre Produkte zu bewerben – daher der Spitzname „Soap Opera". Später wurde der Begriff für ähnliche Fernsehserien verwendet, die sich durch emotionale Handlungsstränge und tägliche oder wöchentliche Episoden auszeichneten.

Eine Kreuzbestäubung


Das Bühnenbild ist schlicht gestaltet, eine gemütliche Atmosphäre: ein schönes Sofa, ein Beistelltisch, eine Tür, ein kleiner Safe und ein Flügelpiano. Die Protagonisten stellen sich auf humorvolle Weise vor. Lester Van Loock erscheint in großer Gala als vornehmer Kellner, weißes Fliege. Lissa ist das Zimmermädchen in schwarzem Kleid, weißem Schürzchen und spitzenverziertem Diadem im Haar. Alexandra als Gräfin in wunderschönem smaragdgrünem Abendkleid und Pelzmantel. Joppe in Gummistiefeln und Trenchcoat. Mit etwas Fantasie und übertriebener Spielweise entfaltet sich eine frische, dramatische Spannung. Alexandra, Lissa und Jokke geben mit ihrem einzigartigen und kraftvollen Stimmklang jedem Lied eine eigene Dimension. Sie können nicht nur singen, sondern auch anständig spielen. Ihre spielerischen Improvisationen wirken ansteckend.

Soap Opera

Nichts wird unversucht gelassen. Die Aufführung beginnt mit einem laufenden Gag: ein gesungener Seifenspot! Dieser Werbespot ist eine nette Erfindung und wird richtig dosiert eingesetzt. Als Zuschauer sitzt man ihnen nah auf der Haut. Intimes Theater, das große Gefühle nicht scheut. Sie fordern den Zuschauer auch heraus: zum Beispiel mit instrumentalen Intros, so dass man Verbindungen zum Originalwerk und der dramatischen Wirkung herstellt. Lester Van Loock macht wieder Eindruck mit seinen zwei Soloauftritten „Ah, vous dirai-je maman", zwölf Versionen von W.A. Mozart des Liedes „Altijd is kortjakje ziek". Diese einfache Melodie erhält bei Mozart einen funkelnden Glanz. Spielerei von höchster Klasse, spielerisch und explosiv, verfeinert und virtuos. Und im zweiten Teil mit der „13. Ungarischen Rhapsodie" von Franz Liszt. Seine ausdrucksvolle Spielweise ist eine Augenweide, aber schließe deine Augen und die Musik gewinnt noch mehr an Bedeutung. Er reißt dich in eine Trance. Mit seinem technischen Feuerwerk und seinem Einfühlungsvermögen weiß er das Publikum zu ergreifen.

Diese Soap Opera ist die siebte Kreation von vier engagierten und versierten Konservatoriumsabsolventen. Womit sie wiederum eine andere Facette ihres Könnens mit Verve demonstrierten. Ihr Ziel: das Publikum zu bespielen und Lachen und Tränen hervorzulocken. Mission erfolgreich. Als Zugabe für das enthusiastische Publikum erneut ihre Werbung und dann natürlich „Ode an die Freude", woraus sie einst ihren Namen entliehen haben.

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