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Complete Piano Trios vol. 1

Van Baerle Trio

Label
Challenge Classics
Katalognummer
CC 72765
EAN / Barcode
0608917276527
Erscheinungsdatum
2 November 2017
Beethovens Hauptgrund für seine Ansiedlung in Wien im Jahr 1792 war das Studium bei Joseph Haydn, der damals allgemein als der größte lebende Komponist angesehen wurde. Beethovens drei Klaviertrios op. 1 waren die ersten Kompositionen, denen er eine Opuszahl zu geben für würdig befand. Sie waren dem Fürsten Karl Lichnowsky gewidmet, einem Mäzen Beethovens, in dessen Haus er einige Zeit lebte. Nach Aussage von Beethovens lebenslangem Freund Ferdinand Ries war Haydn über die Sammlung der Trios begeistert. Die Trios verbinden verschiedene Elemente, die Beethovens Zeitgenossen vertraut gewesen wären. Weniger vertraut wäre jedoch die Tatsache, dass die Trios vier Sätze enthalten, anstatt der drei, die in diesem Genre traditionell waren. Obwohl Wechsel von Dur zu Moll in der Musik früherer Generationen üblich waren, wo sie normalerweise nur auf den letzten Akkord angewendet würden, setzt Beethoven diese Technik hier umfassender ein, als dies zu dieser Zeit wahrscheinlich üblich war. Wie op. 1 ist auch das Trio op. 11 mit dem Wiener Adel der Zeit verbunden. Beethoven widmete es klugerweise Maria Wilhelmine Gräfin von Thun-Hohenstein. Auf andere Weise versuchte Beethoven ebenfalls, diese Veröffentlichung für das Wiener Publikum besonders attraktiv zu gestalten: das Trio konnte mit einer Klarinette statt einer Violine aufgeführt werden, ein flexibler Zugang zur Instrumentierung, der zweifelsohne seine Marktfähigkeit erhöhen würde. Darüber hinaus besteht der letzte Satz aus einem Thema aus Joseph Weigls Comic-Oper L'amor marinaro, gefolgt von einer Reihe von Variationen. Zu der Zeit, als Beethoven dieses Trio schrieb, war Weigls Oper in Wien sehr beliebt. Diese Aufnahme wurde mit einem 2017 gebauten Chris Maene Concert Grand gemacht. Dieses bemerkenswerte Instrument verbindet das Wissen und die Materialien, die in der modernen Klavierbaukunst verwendet werden, mit denen, die in älteren historischen Instrumenten zu finden sind. Das auffälligste Merkmal ist, dass im Gegensatz zu modernen Flügeln, bei denen sich die Saiten in den Bass- und Mittelbereichen kreuzen, in diesem Instrument alle Saiten parallel zueinander laufen. Dadurch verbindet es die Solidität eines modernen Konzertflügels mit dem transparenten Klangideal älterer Instrumente. Der Klang dieser Synthese aus Alt und Neu war eine Inspirationsquelle während der Aufnahme von Beethovens Klaviertrios.

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