Klassik Aus Berlin
Berliner Philharmoniker
- Label
- Phil.Harmonie
- Katalognummer
- PHIL 06037
- EAN / Barcode
- 4250317416384
- Erscheinungsdatum
- 19 Mai 2022
- Anzahl CDs
- 3
PHIL. 06004 | ANDRAS ADORJAN / YUMIKO URABE / KLAUS STOLL / WALTER KÜSSNER / PHILHARMONISCHES STREICHSEXTETT BERLIN | ERWIN SCHULHOFF Erwin Schulhoff war zweifellos einer der vielseitigsten und fantasievollsten Komponisten des letzten Jahrhunderts. Dass seine Karriere – und sein Leben – 1942 in einem nationalsozialistischen Internierungslager abrupt endeten, stellt eine der großen Tragödien der barbarischen jüngsten Vergangenheit Europas dar. Dennoch absorbierte, transformierte und drückte Schulhoff (1894 - 1942) während seines kurzen Lebens brillant viele der bedeutendsten und fortschrittlichsten kreativen Impulse seines Zeitalters aus. Sein Katalog von über 200 Kompositionen enthält einige der faszinierendsten, anspruchsvollsten, aufregendsten und bewegendsten Werke des zwanzigsten Jahrhunderts. Die drei Werke auf dieser Scheibe wurden alle von Schulhoff in den 1920er Jahren geschrieben, als seine Karriere auf ihrem Höhepunkt war, und zeigen die volle Bandbreite der farbenfrohen, ausdrucksstarken musikalischen Palette des Komponisten. Misha Aster PHIL 06005 | KOLJA BLACHER / DOMINIQUE HORWITZ / SOLISTEN DER BERLINER PHILHARMONIKER | IGOR STRAVINSKY 'DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN' - 'HISTOIRE DU SOLDAT Als Igor Strawinsky 1916 „The Soldier's Tale" (Die Geschichte vom Soldaten) las, wurde er inspiriert, das Märchen zusammen mit dem Librettisten Charles Ferdinand Ramuz in einen Meilenstein des modernen Musiktheaters zu transformieren. Damals lebte Strawinsky im Exil am Genfer See. Die Auswirkungen des Krieges waren auch in der Schweiz zu spüren, und alle Theater waren geschlossen. Das Stück wurde daher mit rein praktischen Überlegungen entwickelt – eine mobile Bühne, ein minimales siebenköpfiges Orchester und ein Plot, in dem sich die Szenen wie eine Reihe von Illustrationen folgten. Die Geschichte stammt aus einem russischen Volksmärchen, aber es gibt Parallelen in anderen Kulturen, wie etwa die Puppenspielversion von Doctor Faustus. Ein Soldat auf dem Weg in sein Heimatdorf geht einen Pakt mit dem Teufel ein. Er verkauft seine Violine für ein Zauberbuch, das ihm ermöglichen soll, reich zu werden. Obwohl dies eintritt, macht der Reichtum des Soldaten ihn nicht glücklich, denn jemand, der sich dem Teufel verschrieben hat, ist nicht fähig zu Liebe oder Hingebung gegenüber einem anderen. Die Musik ist nicht auf den Text abgestimmt, sondern unterstreicht bestimmte Situationen wie die Zeit des Soldaten auf der Straße oder seine Begegnung mit dem Teufel. Die dominierenden Elemente sind manchmal rhythmisch und tanzartig – mit Märschen, Tango, Walzer und Ragtime – und manchmal volkstümlich. Diese Version wurde von Dominique Horwitz nach der deutschen Bearbeitung von Hans Reinhart entwickelt und narativiert. PHIL 06012 | CHRISTOPH HARTMANN / PHILIPP BOHNEN / ANDREAS BUSCHATZ / ENSEMBLE BERLIN / MITGLIEDER DER BERLINER PHILHARMONIE | CARL MARIA VON WEBER / ANTONIO PASCULLI / LUDWIG VAN BEETHOVEN Das ENSEMBLE BERLIN wurde 2000 von einer Gruppe von Musikern der Berliner Philharmoniker gegründet, die sich im vorherigen Jahr zusammengetan hatten, um beim Musikfestival Landsberger Sommermusiken aufzutreten. Seitdem spielen sie beim Festival, das jeden Juli in Landsberg am Lech in Südbayern stattfindet. Das Septett ENSEMBLE BERLIN besteht tatsächlich aus acht Personen, da es den Arrangeur Wolfgang Renz einschließt, der Maurice Ravels „Le Tombeau de Couperin" und Modest Mussorgskijs „Pictures at an Exhibition" für die erste Berliner Philharmoniker-Aufnahme arrangierte. Im vorliegenden Album „Virtuoso" hat er sich daran gemacht, Musik von Carl Maria von Weber zu arrangieren. Das Septett in e-Moll für Oboe, Fagott, zwei Violinen, Viola, Cello und Kontrabass basiert auf Webers spätem viertem Klaviersonate op. 70, komponiert 1822. Die zugrunde liegende Stimmung ist lyrisch und melancholisch. Sowohl das erste als auch das zweite Thema des ersten Satzes sind lyrisch, und diese vorherrschende Stimmung wird nur während der Durchführung gestört, wo die scheinbar melancholische Idylle des Bisherigen plötzlich in Frage gestellt wird. Das extrovertierte Scherzo, das den zweiten Satz bildet, kommt daher überraschend. In Bezug auf dramatische Wirkung ist diese Anordnung sinnvoll, wobei der zweite Satz einen Kontrast zur gedämpften Atmosphäre des ersten bildet. Trotz der brillanten Klarheit des Scherzos fordert Weber ein „murmurando" im unruhigen Mittelteil, das eine seltsam diffuse Wirkung erzeugt. Der langsame Satz ist quintessentieller Weber: ein einfacher Satz mit volksliedartigen Melodien, die viel sparsamer orchestriert sind als die beiden vorherigen Sätze. Das finale Prestissimo ist ein inspirierter, lebhafter Tanz, der uns die elegische, melancholische Stimmung vergessen lässt, mit der das Stück begann.