Kodály
Julian Steckel
- Label
- CAvi
- Katalognummer
- AVI 8553272
- EAN / Barcode
- 4260085532728
- Erscheinungsdatum
- 1 August 2019
ZOLTÁN KODÁLY – Werke für und mit Cello „Das Stück ist wie kein anderes seiner Art", bestätigte Béla Bartók: „Die Gedankenwelt, die es enthält, ist völlig neu". Die Klangfarbe erhielt eine ungewöhnliche, neuartige Dimension dadurch, dass die beiden tiefsten Saiten um einen Halbton nach unten gestimmt wurden, auf H und Fis. Dadurch bilden die drei unteren Saiten einen h-Moll-Akkord, den Kodály besonders prominent am Anfang der Sonate in den Vordergrund stellt…… Julian Steckel wurde inspiriert, sich diesem „Everest der Cellospielliteratur" im Alter von fünfzehn Jahren zum ersten Mal anzunehmen. Die technische Herausforderung war sicherlich an sich schon aufregend, aber er war auch fasziniert von der Schönheit der Musik und von Kodálys besonderer musikalischer Sprache – „obwohl ich damals noch nicht wusste, was daran Ungarisch war oder was von Debussy oder anderen Quellen stammte", bemerkt er. Steckel arbeitete anschließend an der Sonate mit mehreren Cellisten zusammen, darunter die ehrwürdige ungarisch-amerikanische Legende Janós Starker. Er studierte den historischen Hintergrund des Werkes: „Wenn man weiß, woher eine bestimmte Musik kommt, verstärkt das die Art von telepathischer Verbindung, die man zum Publikum spürt, und man spielt am Ende viel überzeugender". Janós Starker beispielsweise bestand darauf, dass „alle Anfänge, auch die in den langsamen Sätzen, konsonant sind. Sie sollten niemals so spielen, als würden Sie murmeln. In dieser Musik entsteht keine der schönen Kantilenen aus dem Nichts. Sie müssen immer völlig klar in Ihrem Ausdruck und in der Art, wie Sie den Ton erzeugen, bleiben. Die Tatsache, dass die Musik rhapsodisch ist, sollte Sie nicht dazu verleiten, die ganze Zeit frei zu spielen. Präzises Tempo ist von äußerster Bedeutung. Sonst würde man in trübem Wasser fischen, und die Musik würde zu einer Art Gulaschsuppe werden." …… Das Gleiche gilt für das Duo für Violine und Cello, op. 7. Kodály schrieb es 1914, zu Beginn des Ersten Weltkriegs, kurz vor der Solo-Cellossonate. Damals waren er und seine Frau in der Schweiz. „Wir mussten mehrere Tage in einem Dorf an der Grenze zu Tirol verbringen. Dort ergriff mich plötzlich eine Vision dieses Duos", schrieb er 1924. „Es bleibt abzuwarten, ob andere etwas von der unbeschreiblichen Größe der Berge oder eher die düstere Vorahnung des bevorstehenden Krieges in diesem Werk spüren können." …. Eine gewisse Qualität der Einfachheit ist genau das, was Steckel an der Sonatina liebt: „Mit äußerst einfachen musikalischen Elementen als Ausgangspunkt schafft es Kodály, etwas wirklich Genialesgens in seiner Originalität und Ergreifendes in seiner Einfachheit zu schaffen. Was für ein wunderschönes Werk!" …. © 2019 Eva Blaskewitz
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