Zum Inhalt springen
← Alle CD-Veröffentlichungen
Automatisch übersetzt · Original

The Noble Art of Music

Utopia, Inalto

Katalognummer
222
In einem Brief vom 4. Oktober 1530 an den Kapellmeister des Bayerischen Hofes Ludwig Senfl (ca. 1488/89–1543) verkündete Martin Luther berühmt: „Ich urteile deutlich und zögere nicht zu bestätigen, dass es, abgesehen von der Theologie, keine Kunst gibt, die auf die gleiche Stufe wie Musik gestellt werden kann". Diese Position steht in scharfem Kontrast zu der einiger seiner Reformer aus jener Zeit, die, beunruhigt durch die Kraft der Musik, die Seele zu beeinflussen, Musik praktisch aus der Kirche verbannten. Luther dagegen versuchte vielmehr, von den Qualitäten zu profitieren, die Musik besaß, um seine Reformen zu fördern. Für ihn war Musik ein starkes Instrument für persönliche Meditation und Ablenkung, für die Stärkung gemeinsamer Bindungen, für die Verbreitung seiner Botschaft und für die öffentliche Repräsentation. Luthers hohe Wertschätzung von Musik basierte auf persönlicher Erfahrung. Als Schuljunge in Eisenach sang er regelmäßig und an der Universität erhielt er eine Ausbildung in spekulativer Musiktheorie als eine der sieben freien Künste. Er spielte Laute und konnte komponieren. Als gut ausgebildeter Musiker betonte er ständig die Bedeutung von Musik, nicht nur als Teil des Gottesdienstes, sondern auch als wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Erziehung. Er bemerkte einmal, dass jeder Schulmeister singen können muss, und er betonte die Bedeutung des Musikunterrichts in seinen Richtlinien von 1524 zur Gründung von Schulen (An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen). Dementsprechend spielte Musik eine zentrale Rolle im Schullehrplan und es gab während der Reformation ein enormes Wachstum in lutherischen Gebieten. Luther selbst plante eine Abhandlung über Musik, aber diese wurde nie vollendet. Die emblematischste musikalische Manifestation von Luthers Reformen ist zweifellos das Repertoire von Liedern in der Volkssprache, dessen Schaffung Luther initiierte: das Choral- oder Hymnarepertoire. Mit ihren deutschen, poetischen und strophischen Texten, gesetzt auf einfache und prägsame Melodien, ermöglichten diese Choräle den Gläubigen, zusammen zu singen und religiöse und spirituelle Ideen auszudrücken und zu teilen. Sie wurden privat, öffentlich und für Bildungszwecke verwendet.

Andere Veröffentlichungen

DE