Zum Inhalt springen
← Alle CD-Veröffentlichungen
Automatisch übersetzt · Original

Vivaldi's Women

La Serenissima

Label
Signum Classics
Katalognummer
SIGCD 699
EAN / Barcode
0635212069929
Erscheinungsdatum
1 September 2022
"Abgesehen von einer kurzen Zeit (1717-19) in Mantua unter der Schirmherrschaft von Philip of Hesse-Darmstadt, hielt sich Vivaldi nie eine Vollzeitstelle in einer Kirche oder am Hof; für einen Komponisten von Vivaldis Talent und Rang war dies äußerst ungewöhnlich. Trotzdem war er für bedeutende Zeiträume beim Ospedale della Pietà beschäftigt, einer venezianischen Institution (gegründet um 1340), die sich um unerwünschte Kinder kümmerte, oft uneheliche oder körperlich behinderte. Die Pietà-Performer wurden aus einer Gruppe von Frauen rekrutiert, die als figlie di coro bekannt waren; sie sangen und spielten Violine, Violine in tromba marina, Viola, Viola d'amore, Cello, Violone, Gambe, Kontrabass, Theorbe, Mandoline, Cembalo, Orgel, Oboe, Flöte, Blockflöte, Chalumeau und Klarinette. Die Pietà entwickelte sich zu einem Zentrum mit großem Ruf für ihre Musikaufführungen und engagierte die besten Komponisten und Lehrer der Zeit. Es war wichtig, hohe Standards zu sichern; schließlich waren diese Unterhaltungen sehr beliebt bei Venezianern und Besuchern, deren Spenden eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle darstellten. Neben vielen feinen Vokalwerken trug Vivaldi auch viele Konzerte bei, die Teile der Liturgie in Kirchengottesdiensten ersetzen konnten. Darunter befinden sich so gut wie sicher alle seine Konzerte für Violine und obligate Orgel, vermutlich konzipiert, um das prächtige Instrument in Szene zu setzen, das die Pietà 1708 erworben hatte. Wir sind dem Vivaldi-Gelehrten Michael Talbot äußerst dankbar für das Teilen seiner Erkenntnisse. Da so viel von Vivaldis sakralem Schaffen während seiner Vertretung für andere entstanden zu sein scheint, kann man sich nur vorstellen, welche Schätze aus seiner Feder geflossen wären, hätte er eine Kirchenstelle erhalten. Die Qualität der Musik in seinem sakralen Oeuvre ist atemberaubend, und es ist eine große Tragödie, dass die Evidenz darauf hindeutet, dass ein großer Teil dieses Repertoires über die Jahre verloren gegangen ist. Interessant zu diesem letzten Punkt ist die Beobachtung, wie wenige der großen Komponisten seit 1750 Violinisten waren. Man kann nur hoffen, dass die Zeit nun reif ist, damit Vivaldis Genie als Kirchenkomponist vollständig anerkannt wird"

Auch bei Signum Classics

DE